DGNB
DGNB Kommission für Gestaltungsqualität

Gestalterische und baukulturelle Qualität

Die wichtigsten Fragen und Antworten in der Übersicht

Prinzip
Was genau macht die DGNB?

Die DGNB bietet als Ergänzung zum bestehenden Zertifizierungssystem eine Beratung bzw. Bewertung zur gestalterischen und baukulturellen Qualität von Gebäuden an. Die Methodik basiert auf Beurteilungsprozess durch einen von der DGNB, den Architektenkammern und unter fachlicher Begleitung durch den Bund Deutscher Architekten (BDA) berufene Kommission für Gestaltungsqualität.

Dabei soll es, je nach Projektstand, zwei verschiedene Formen des Angebots geben:

  1. Eine Beratung in der frühen Planungsphase – die DGNB Handlungsempfehlung. Ziel hier ist es, dass die Kommission projektspezifische Handlungsempfehlungen gibt, um die gestalterische und baukulturelle Qualität des Objekts frühzeitig positiv zu beeinflussen.
  2. Eine Bewertung des fertiggestellten Gebäudes welche immer eine Begehung des Objekts beinhaltet. Bei einem positiven Prüfergebnis erhält das Projekt eine das Zertifikat ergänzende Anerkennung oder  Auszeichnung, den DGNB Diamant.
In welcher Form fällt das Prüfergebnis aus?

Es wird eine qualitative Bewertung durch eine Kommission für Gestaltungsqualität geben, die bei der Frage nach der zusätzlichen Anerkennung bzw. Auszeichnung entweder positiv oder negativ ausfällt. Die Begründung der Entscheidung wird dann in schriftlicher Form mit einer Stellungnahme der Kommission dokumentiert.

Im Falle der planungsbegleitenden Begutachtung gibt es keine Entscheidung dafür oder dagegen, sondern ausschließlich Handlungsempfehlungen zur möglichen Optimierung der Planung. Grundsätzlich trifft die Kommission bereits in dieser frühen Phase eine Aussage darüber ob das Projekt Potential für eine spätere Auszeichnung hat oder nicht.

Wie stellen Sie sicher, dass die Bewertung objektiv erfolgt?

Die gestalterische und baukulturelle Qualität eines Gebäudes kann nur  qualitativ und damit nicht nach konventionellen, objektiv messbaren Indikatoren erfolgen. Um dennoch eine möglichst große Objektivität in der Bewertung zu gewährleisten, folgen wir der Jurysystematik. Gemeinsam mit den Architektenkammern und unter fachlicher Begleitung durch den BDA werden wir eine Kommission für Gestaltungsqualität berufen und mit Experten besetzen, die über umfangreiche Expertise und Erfahrung z.B. als Preisrichter verfügen. Deren Beurteilung basiert auf einer Sichtung zuvor eingereichter Planunterlagen und einer Ortsbegehung. Die Kommission für Gestaltungsqualität wendet dabei eine standardisierte Bewertungsform an, die vorher von der DGNB, den Architektenkammern, dem BDA und zahlreichen weiteren Experten erarbeitete und getestet wurde. Die Bewertung orientiert sich an den folgenden Kriterien:

  • Angemessenheit
  • Kontext
  • Gestalt
  • Grundriss
Machen andere Zertifizierungssysteme das genauso?

Nein. Mit diesem Schritt ist die DGNB internationaler Vorreiter.

Handlungsempfehlungen zum Vorzertifikat
Wie sieht der Bewertungsprozess bei der Prüfung in einer frühen Leistungsphase ganz konkret aus?

Es gibt keine Einschränkungen, welche Projekte sich der Begutachtung stellen dürfen. Finanzielle Vorteile erhalten Projekte die zu einer DGNB Vor-/Zertifizierung angemeldet sind, oder wenn Sie als Antragsteller ein DGNB Mitglied sind. Trifft beides zu, so ist die Handlungsempfehlung sogar kostenfrei.

Dabei müssen Sie zum Projekt eine geforderte Anzahl an Planunterlagen einreichen, woraufhin auf verschiedene Weise die gestalterische und baukulturelle Qualität des geplanten Gebäudes erfasst werden soll. Auf Basis dieser Dokumente und einer Projektvorstellung des Architekten oder Planers in der DGNB Geschäftsstelle bewertet eine von der DGNB, den Architektenkammern und unter fachlicher Begleitung durch den BDA berufene Kommission für Gestaltungsqualität das Projekt und gibt Handlungsempfehlungen für eine mögliche Optimierung. Eine Ortsbesichtigung ist in diesem Fall nicht vorgesehen.

Inwieweit sind die Handlungsempfehlungen bindend?

Die Umsetzung der Handlungsempfehlungen ist nicht bindend. Vielmehr ist es das Ziel der DGNB, Impulse im Sinne der Gestaltqualität und Baukultur zu setzen und eine größere Sensibilisierung für das Thema bei allen am Bau Beteiligten zu erzielen. Die Bauherren und Planer erhalten praktisch anwendbare aber auch nur punktuelle Hinweise, wie sie ihre Gebäudequalität verbessern können.

Muss ich ein DGNB Vorzertifikat oder ein Zertifikat machen, um mein Projekt auf seine gestalterische Qualität prüfen lassen zu können? Oder bieten sie das auch als eigenständigen Service an?

Der Grundgedanke ist es, die technische Überprüfung des Gebäudes anhand des DGNB Zertifikates zu ergänzen, um unserem ganzheitlichen Anspruch an Nachhaltigkeit bestmöglich gerecht zu werden.

Auch bei der Handlungsempfehlung folgen wir diesem Anspruch, jedoch möchten wir die Projekte nicht ausschließen, bei denen sich der Bauherr beispielsweise erst zu einem späten Zeitpunkt zu einer DGNB Zertifizierung bekennen möchte. Daher bietet die DGNB die Handlungsempfehlung für alle an, schafft aber zusätzliche Anreize für Projekte, die sich bereits zur DGNB und zur Nachhaltigkeit bekannt haben. Somit ist die Handlungsempfehlung für DGNB Mitglieder, die ihr Projekt bereits zur Vor-/Zertifizierung angemeldet haben kostenfrei. (Gilt bei Serien- und Mehrfachzertifizierungen nur im Rahmen des Basiszertifikates)

Was habe ich davon, wenn ich mich dieser Form der Beurteilung unterziehe?

Von der Kommission für Gestaltungsqualität gibt es eine unabhängige Beurteilung der gestalterischen und baukulturellen Qualität des Projekts – und dies in einer frühen Planungsphase, in der wichtige Stellschrauben noch justierbar sind.

Prüfung zum Zertifikat inklusive Objektbegehung
Wie sieht der Bewertungsprozess bei der Prüfung der gestalterischen Qualität nach Fertigstellung des Gebäudes ganz konkret aus?

Es können sich alle bereits mit DGNB Platin oder DGNB Gold ausgezeichneten oder sich kurz vor dem Zertifizierungsprozess (mit dem Ziel einer Platin / Gold Auszeichnung) befindenden Gebäude der Bewertung stellen und eine zusätzliche Anerkennung oder Auszeichnung erlangen. Hierfür müssen sie im Vorfeld eine definierte Auswahl an Planunterlagen einreichen, die die gestalterische und baukulturelle Qualität ihres Projekts herausstellen. Dieses Dokument bildet die Basis für eine Begehung durch das fertig gestellte Gebäude seitens einer von der DGNB, den Architektenkammern und unter fachlicher Begleitung durch den BDA berufenen Kommission für Gestaltungsqualität. Diese wird zusammengesetzt sein aus drei Experten mit nachweislicher Expertise und Erfahrung in der Bewertung von architektonischer Qualität sowie einem regionalen Bezug zum Projekt. Auf Basis der Ortsbesichtigung und der eingereichten Dokumente bewertet die Kommission, ob das Gebäude die zusätzliche Anerkennung bzw. Auszeichnung für die gestalterische und baukulturelle Qualität erhält.

Welche Projekte können an dem Auszeichnungsverfahren teilnehmen?

Es können alle DGNB Platin oder DGNB Gold ausgezeichneten Gebäude (als Neubau zertifiziert) oder sich im Zertifizierungsprozess befindlichen Gebäude (mit dem Ziel DGNB Platin oder Gold) teilnehmen. Als weitere Grundvoraussetzung gilt: die Gebäude müssen fertig gestellt sein (Innenausbau mindestens 80%).

Wirkt sich die Bewertung der gestalterischen und baukulturellen Qualität auch positiv auf die Zertifizierung aus?

Ist das Gebäude fertiggestellt (mindestens 80% im Innenausbau), kann die Begehung durch die Kommission und deren positive Bewertung mit 100 CLP im Kriterium PRO1.6 versehen werden (Systemversion 2012 und 2015). Befindet sich das Projekt bereits in der Zertifizierungsstelle zur Prüfung oder wurde bereits zertifiziert, kann das rückwirkend allerdings nicht mehr erfolgen.
Eine Handlungsempfehlung zur gestalterischen und baukulturellen Qualität ist zwar einschließlich der Systemversion 2015 nicht mit Punkten zur Zertifizierung integriert, allerdings kann die Umsetzung dieser Empfehlung sich später auch positiv auf eine mögliche Diamant Auszeichnung auswirken.

Was muss ich im Vorfeld einer Begehung erledigen?

Im Vorfeld müssen eine definierte Auswahl an Planunterlagen eingereicht werden, die die gestalterische und baukulturelle Qualität des Projekts dokumentieren soll und als Grundlage für die Begehung dient. Hierbei handelt es sich z.B. um Gebäudepläne, Konzeptskizzen und erläuternde Texte. Schließt die Kommission für Gestaltungsqualität eine positive Bewertung nicht schon aufgrund einer ersten Sichtung aus, wird der Bewertungsprozess fortgesetzt und eine Ortsbegehung von der DGNB  organisiert.

Was genau passiert bei der Begehung? Wie läuft diese ab?

Die Mitglieder der Kommission für Gestaltungsqualität besichtigen gemeinsam mit einem Mitarbeiter der DGNB Geschäftsstelle das Gebäude sowie die unmittelbare städtebauliche Umgebung. Hierfür sollte mindestens ein Vertreter des Bauherrn als Unterstützung verfügbar sein, um mögliche Fragen zu beantworten und ggfs. Wege zugänglich zu machen. Anhand der Dokumentationsvorlage prüft die Kommission die gestalterische und baukulturelle Qualität des Gebäudes. Dabei dokumentiert die Kommission die Begehung und verfasst anschließend eine schriftliche Bewertung mit einer entsprechenden Empfehlung an die DGNB, ob eine Anerkennung oder Auszeichnung für gestalterische und baukulturelle Qualität (Diamant) erfolgen kann.

Wie kann oder muss ich mich auf die Begehung durch die Jury vorbereiten? Wer sollte von Projektseite aus teilnehmen?

Das Gebäude selbst, sowie ein Weg rund um das Gebäude (sofern möglich) sollte für der Kommission für Gestaltungsqualität frei zugänglich gemacht werden. Die Dauer der Ortsbesichtigung richtet sich nach der Größe des Projekts und sollte inklusive der Absprachen und der Nacharbeitung nicht länger als einen Tag dauern. Eine Führung des Architekten ist wünschenswert, aber nicht verpflichtend.

Wann findet die Begehung statt? Wie erfolgt die Terminfindung?

Eine Begehung durch die Kommission kann erst nach Fertigstellung (mindestens 80% Innenausbau) des Gebäudes erfolgen. Nach Projektanmeldung, der Eingangsprüfung durch die DGNB und einer ersten Sichtung der Planunterlagen durch die Kommission koordiniert die DGNB eine Terminfindung zwischen der Kommission und dem Bauherren bzw. dessen Vertreter. Eine Vorlaufzeit von 4 Wochen ist dafür wünschenswert.

Wird die Begehung dokumentiert? Wenn ja, in welcher Form?

Die Begehung wird mit Fotos und schriftlich von einem Mitglied der Kommission für Gestaltungsqualität dokumentiert.

Wie sieht eine Auszeichnung für gestalterische und baukulturelle Qualität aus?

Die DGNB unterscheidet zwischen einer Anerkennung für gute und einer Auszeichnung für herausragende architektonische Qualität. Wie die beiden Formen aussehen werden, entscheidet ein Gestaltungswettbewerb, den die DGNB in Kürze ausloben wird. Zudem erhält der Bauherr eine verschriftliche Bewertung der Kommission für Gestaltungsqualität.

Was habe ich davon, wenn ich mein bereits zertifiziertes Projekt dieser Prüfung unterziehe?

Die Auszeichnung oder Anerkennung auf Empfehlung der unabhängigen Kommission für Gestaltungsqualität stellt heraus, dass ein mit DGNB Platin oder DGNB Gold ausgezeichnetes Gebäude nicht in den eher technischen Aspekten, sondern auch gestalterisch und baukulturell die höchsten Qualitätsstandards in punkto Nachhaltigkeit erfüllt. Mit dem DGNB Diamant erhält Ihr Projekt damit die weltweit erste Auszeichnung, die eine umfassende Nachhaltigkeit inklusive einer gestalterischen und baukulturellen Qualität abbilden kann. Stand heute sind Bauherren und Architekten damit echte Pioniere, die demonstrieren, dass Nachhaltigkeit, Innovation und Ästhetik zusammen funktionieren können und müssen. Auch für das Gebäudezertifikat kann die Auszeichnung positive Effekte haben.

Wie kann ich mich für die Auszeichnung anmelden? Wer kann ein Projekt anmelden?

Anmelden kann sich der Antragsteller über ein Anmeldeformular auf der DGNB Website.
Vertragspartner ist in jedem Fall der Eigentümer bzw. Bauherr.

DGNB Beirat für Gestaltungsqualität
Welche Funktion hat die Kommission genau?

Bei der Prüfung in einer frühen Leistungsphase soll die Kommission für Gestaltungsqualität konkrete Handlungsempfehlungen geben, mit denen die gestalterische und baukulturelle Qualität eines Projekts optimiert werden kann.

Bei der Prüfung fertiggestellter, zertifizierter Gebäude bewerten ausgewählte Mitglieder der Kommission die gestalterische und baukulturelle Qualität der Umsetzung und geben der DGNB eine Empfehlung, ob das Projekt mit einer zusätzlichen Anerkennung oder Auszeichnung mit dem DGNB Diamant prämiert wird.

Wer sitzt in der Kommission?

Pro Region in Deutschland soll es, zusammengesetzt aus Mitgliedern der Kommission für Gestaltungsqualität, dreiköpfige Gremien geben, für die die DGNB und die Architektenkammern jeweils einen Vertreter bestimmen. Als jeweils drittes Mitglied soll ein Vertreter mit regionalem Bezug und besonderer, Expertise bestimmt werden. Dieser Vertreter könnte aus der Kommune, dem Kulturbereich, aus Hochschulen oder Ähnlichem stammen. Kommissionsmitglieder werden auf 3 Jahre berufen und werden bestimmt, sobald in der jeweiligen Region das erste Projekt bewertet werden soll.
Eine aktuelle Liste an Kommissionsmitgliedern finden Sie auf der DGNB Website.

Wer beruft die Kommissionen?

Die Berufung erfolgt über die DGNB, die Architektenkammern und unter fachlicher Begleitung durch den BDA.

Auf wie lange Zeit werden sie berufen?

Die Mitglieder der Kommission für Gestaltungsqualität werden für einen Zeitraum von drei Jahren berufen.

Kann ich mich als Kommissionsmitglied bewerben?

Bei entsprechendem Nachweis der Qualifikation als Preisrichter ist eine Bewerbung möglich.  Frau Pascale Klaunig steht Ihnen gerne bei Fragen unter p.klaunig@dgnb.de zur Verfügung.

Beurteilungskriterien
Auf welchen Kriterien basiert die Beurteilung?

Inhaltlich basiert die Bewertung auf folgenden vier Kriterien

  • Angemessenheit
  • Kontext
  • Gestalt
  • Grundriss

Alle zu bewertenden Gestaltungskriterien werden unter dem Aspekt der Angemessenheit und der Zeitlosigkeit betrachtet. Hierunter fallen auch die Konstruktion, die Materialität und Maßstäblichkeit an sich, sowie die Angemessenheit der Aufgabe im Bezug zur Umsetzung. Unter Kontext verstehen wir unter anderem die städtebauliche Einbindung in die Nachbarschaft und den Umgang mit den Freiflächen im Bezug zum Gebäude wie auch zur Umgebung. Hinter dem Begriff der Gestalt verbergen sich Aspekte wie Proportion, Komposition und die Gesamtanmutung des Projektes. Unter der gestalterischen Qualität des Grundrisses fließen sowohl Form und Flexibilität, als auch nutzerfreundliche Aspekte wie die Orientierung und Raumbezüge in die Bewertung mit ein.

Was fließt in die Gesamtbewertung mit ein?

Die Stimmigkeit und das Zusammenspiel der einzelnen Bewertungskriterien sowie deren Angemessenheit und Beständigkeit bilden die Grundlage der Gesamtbewertung. Die Gewichtung einzelner Aspekte ist projektabhängig und liegt im Ermessen der qualifizierten Kommission für Gestaltungsqualität. So sind z.B. bei einem Objekt in bester innerstädtischer Lage mit dichter Bebauung die städtebaulichen Aspekte unterschiedlich zu gewichten als ein Gebäude auf freiem Feld.

Wie hoch muss mein Erfüllungsgrad sein, um eine Anerkennung oder Auszeichnung zu erhalten?

Es gibt keinen Erfüllungsgrad, wie dies bei der Bewertung im DGNB Zertifizierungssystem der Fall ist, da es sich um eine qualitative Bewertung handelt. Es gilt das Prinzip der Einstimmigkeit: Alle drei Mitglieder der Kommission für Gestaltungsqualität aus unterschiedlichen Fachrichtungen (z.B. Architektur, Landschaftsarchitektur, Städtebau) müssen sich einig sein, dass dieses Gebäude die Anforderungen an ein gestalterisch und baukulturell wertvolles Gebäude in besonderem Maße erfüllt.

Sind die Prüfkriterien bei einer Handlungsempfehlung und einer abschließenden Bewertung dieselben?

Die Prüfkriterien sind bei beiden Optionen im Prinzip dieselben. Die Art der Bewertung unterscheidet sich jedoch hinsichtlich der Möglichkeiten der Kommission für Gestaltungsqualität.  Da sich bei einer Handlungsempfehlung das Projekt noch in einer frühen Leistungsphase befindet, können Indikatoren wie die Innenraumgestaltung und die Detaillierung meist noch keinen Einfluss auf die Bewertung haben.

Wer ist an der Entstehung der Kriterien beteiligt gewesen?

Bei der Entwicklung hat die DGNB eng mit den Architektenkammern und dem Bund Deutscher Architekten zusammengearbeitet. Zahlreiche weitere Experten – Architekten, Planer und Ingenieure, DGNB Mitglieder und Externe – haben sich in verschiedenen Workshops und Arbeitsgruppen persönlich eingebracht und so an der Lösung mitgearbeitet.

Pilotphase
Kosten
Was kostet die planungsbegleitende Handlungsempfehlung?

Die Handlungsempfehlungen für DGNB Mitglieder, die Ihr Projekt bereits zum Vor-/ Zertifikat angemeldet haben ist kostenfrei. (Dies gilt bei Serien- und Mehrfachzertifizierungen nur im Rahmen des Basiszertifikats.)  Für Nicht-Mitglieder fallen bei gleichem Szenario Kosten in Höhe von 2.400 Euro an. Gerne bieten wir unseren Service auch für Nicht-Mitglieder und für Projekte an, die sich nicht zum DGNB System bekannt haben. In diesem Fall kostet die Handlungsempfehlung 3.600 Euro. Alle Preise verstehen sich jeweils zzgl. gesetzlicher USt. in gesetzlicher Höhe.

Was kostet diese Prüfung des fertig gestellten und zertifizierten Projekts inklusive der Begehung?

Die Kosten für die Prüfung des fertiggestellten Projektes inklusive der potentiellen Auszeichnung mit dem DGNB Diamant belaufen sich auf 5.600 Euro für DGNB Mitglieder (Antragsteller)bzw. 8.000 Euro für Nicht-Mitglieder. Die Preise verstehen sich zzgl. gesetzlicher USt. in gesetzlicher Höhe.

Ist das nicht alles nur Geldmacherei?

Nein. Die veranschlagten Preise sind wie alle Preise bei der DGNB für Ihre Mitglieder auf Kostendeckung angelegt. Die Handlungsempfehlungen sind für DGNB Mitglieder sogar kostenfrei (wenn das Gebäude zur Vor-/ Zertifizierung angemeldet ist. Gilt bei Serien- und Mehrfachzertifizierung nur im Rahmen des Basiszertifikats), da wir hier unseren originären Vereinsauftrag darin verstehen, dass wir unsere Mitglieder dabei unterstützen, die bestmöglichen Gebäude zu realisieren. Das Thema ist uns und unseren Mitgliedern wichtig, weshalb wir alles daran setzen, eine Marktakzeptanz für das Produkt zu erzielen. Wir sind überzeugt, dass die Mehrwerte nach erfolgreicher Prüfung die anfallenden Kosten für den Bauherrn bzw. Eigentümer deutlich übersteigen.

Motivation der DGNB
Warum macht die DGNB das überhaupt?

Schon seit der Gründung der DGNB war es ein zentraler Aspekt, die gebaute Umwelt ganzheitlich zu verbessern. Hierbei nimmt die gestalterische Qualität einen zentralen Stellenwert ein. Die bisherigen Lösungsversuche, das Thema im auf quantitativ messbaren Faktoren beruhenden DGNB System unterzubringen, waren nicht zielführend. Daher haben wir mit zahlreichen Experten – aus unserer Mitgliedschaft, aber auch darüber hinaus – einen Prozess angestoßen, um uns dem Thema adäquat zu nähern. Wir wollten einen Lösungsansatz entwickeln, der dem Thema gerecht wird und einen positiven Beitrag zur Weiterentwicklung und Sensibilisierung dieses wichtigen Themas liefert.

Bewertung von gestalterischer und baukultureller Qualität: Was hat das denn mit nachhaltigem Bauen zu tun?

Die gestalterische und baukulturelle Qualität von Gebäuden ist im Sinne der Nachhaltigkeit  sehr wichtig, denn wenn ein Gebäude vom Nutzer als ansprechend empfunden und akzeptiert wird, ist nach Meinung der DGNB die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht leer steht oder abgerissen wird, deutlich höher.

Was halten denn Ihre Mitglieder von dem neuen Konzept?

Das neue Konzept ist ein großer Schritt nach vorne. Dass wir zahlreiche Mitglieder, aber auch zertifizierungskritische Personen und Institutionen in die Entwicklung des Konzepts eingebunden haben, trägt dazu bei, dass wir auf viel positive Resonanz stoßen, selbst von Investorenseite.

Wird das Thema zum integralen Bestandteil im DGNB System? Oder bleibt es eine Bewertung als Add-on?

In der Systemversion 2012 und 2015 wird die Auszeichnung mit einem DGNB Diamanten bereits im Kriterium PRO1.6 berücksichtigt. Für die Variante der Handlungsempfehlungen streben wir die Integration ins DGNB System an. Wie das genau aussehen soll, ist derzeit noch in der Entwicklung.

FAQ Akademie
Können sich auch internationale Projekte anmelden?

Bereits seit der Entwicklung arbeiten wir sehr eng mit dem dänischen Green Building Council zusammen, um eine Internationalisierung so reibungsfrei wie möglich und in Kürze einführen zu können.

Ist ein ähnliches Prinzip auch für Quartiere vorgesehen?

Momentan noch nicht. Grundsätzlich streben wir dies selbstverständlich an, da es uns ein wichtiges Anliegen ist, dass unsere Herangehensweisen und Inhalte einheitlich in unseren Handlungsfeldern angewendet werden.

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