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DGNB Auszeichnungen

FAQ zur neuen DGNB Auszeichnungslogik

Die DGNB hat ihre Auszeichnungslogik für Gebäude und Quartiere mit Gültigkeit ab 01. Juli 2015 geändert. Als höchste DGNB Auszeichnung wird ab sofort das Platin-Zertifikat verliehen.

Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick

Wir haben Platin als neue höchste Auszeichnungsstufe eingeführt. Diese Auszeichnung erhalten Projekte mit einem Gesamterfüllungsgrad von mindestens 80 % und einem Mindesterfüllungsgrad von 65 % in allen fünf ergebnisrelevanten Themengebieten. Damit ersetzt Platin 1:1 die bisherige Auszeichnung in Gold.
Für ein DGNB Zertifikat in Gold muss das Projekt ab sofort einen Gesamterfüllungsgrad von 65 % und einen Mindesterfüllungsgrad von 50 % erreichen.
Ab einem Gesamterfüllungsgrad von 50 % erhält das Gebäude ab sofort das DGNB Zertifikat in Silber. Der Mindesterfüllungsgrad bei Silber liegt bei 50%.
Eine Auszeichnung in Bronze gibt es künftig nur noch bei der Gebäudezertifizierung im Bestand, und zwar ab einem Gesamterfüllungsgrad von 35 %.

Bei Bestandsgebäuden entfällt die Kategorie „Zertifiziert“. Diese wird ersetzt durch ein Zertifikat in Bronze. Ansonsten gelten für Bestandsgebäude dieselben Anforderungen wie bei Neubauten. Platin ersetzt das bisherige Gold, Gold ersetzt Silber und Silber ersetzt die bisherige Auszeichnung in Bronze.

Für Quartiere gelten dieselben Änderungen wie bei Gebäuden.

Für Projekte im Ausland gelten die gleichen Regelungen wie für Projekte in Deutschland.

Für Vorzertifikate ändert sich die Auszeichnungslogik analog zu den Neubauzertifikaten.

Das DGNB System und die darin enthaltenen Kriterien bleiben von der Änderung der Auszeichnungslogik unangetastet.

Die neue Auszeichnungslogik gilt ab sofort und rückwirkend für alle Projekte, die sich zum 1. Juli 2015 im Zertifizierungsprozess befunden haben. Die ersten Plaketten nach der neuen Auszeichnungslogik werden Anfang Oktober auf der Expo Real verliehen. Ein vorheriger Austausch von bereits ausgestellten Plaketten ist aus produktionstechnischen Gründen nicht möglich.

Bei allen Projekten, die im Juli 2015 zur Zertifizierung angemeldet wurden bzw. zu diesem Zeitpunkt angemeldet sind oder sich im Konformitätsprüfungsprozess befinden, passiert dies automatisch.

Bei allen bereits ausgezeichneten Projekten werden die Antragsteller von uns angeschrieben und bis zum 31.12.2015 um eine Erklärung gebeten, ob die Auszeichnungsstufe ihres Projekts nach dem neuen Prinzip eingestuft werden soll. Bei Interesse ist eine Erklärung zu folgenden vier Punkten erforderlich, die unterschrieben an uns zurückgesandt werden muss:

  1. Die Nutzung des Gebäudes hat sich gegenüber dem Zeitpunkt der Zertifizierung nicht verändert.
  2. Die aktuelle bauliche und konstruktive Ausführung des Gebäudes entspricht der Ausführung zum Zeitpunkt der Zertifizierung.
  3. Die aktuelle Ausführung und der Betrieb der technischen Gebäudeausstattung entspricht der zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Gebäudes.
  4. Das Gebäude erfüllt mindestens die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 an den Primärenergiebedarf oder unterschreitet die Anforderungen der EnEV 2007 um mindestens 30 Prozent. 

Alternativ zum letzten Punkt können der DGNB die Verbrauchsdaten des Gebäudes analog der Systematik der Bestandszertifizierung zur Verfügung gestellt werden. In diesem Fall kommt die DGNB bzgl. einer detaillierten Abstimmung auf Sie zu.

Auch die rückwirkende Umstellung ist kostenlos. Ein zusätzlicher Austausch der Plakette sowie der Urkunde ist zum Selbstkostenpreis möglich.

Projekte, die bereits ausgezeichnet wurden, haben bis zum 31.12.2015 die Möglichkeit, ihre Auszeichnungsstufe an die neue Logik anzupassen. Dies erfolgt auf freiwilliger Basis. Hierfür ist eine schriftliche Erklärung an die DGNB erforderlich, in der bestätigt wird, dass an dem Gebäude keine grundlegenden Veränderungen seit der Zertifizierung vorgenommen wurden und dass der Energiestandard die Anforderungen der EnEV 2009 erfüllt.

Die DGNB wird sämtliche Antragsteller aller bereits zertifizierten Projekte zu diesem Zweck zeitnah anschreiben. Gegen einen Selbstkostenpreis ist dann auch der Austausch von Plakette (350 Euro zzgl. USt. in gesetzlicher Höhe) und Urkunde (95 Euro zzgl. USt. in gesetzlicher Höhe) möglich.

Diese Abfrage dient der DGNB zur Qualitätssicherung. Schließlich können wir nicht sicherstellen, dass an den Gebäuden seit der Fertigstellung und Zertifizierung nicht grundlegende Maßnahmen vorgenommen wurden, die das Zertifizierungsergebnis maßgeblich beeinflussen könnten. Mit der Erklärung bestätigt der Eigentümer oder Antragsteller uns, dass das Gebäude nach wie vor in der Qualität betrieben wird, die bei der Zertifizierung maßgeblich war.

Für die rückwirkende Umstellung berechnen wir lediglich einen Selbstkostenbeitrag für die Produktion der neuen Plakette und der neuen Urkunde sowie für den organisatorischen Aufwand innerhalb der DGNB Geschäftsstelle. Bei einer Plakette fallen Kosten von 350 Euro zzgl. USt. in gesetzlicher Höhe an. Bei der Urkunde sind es 95 Euro (jeweils zzgl. USt. in gesetzlicher Höhe). Beim Austausch müssen die vorhandene Plakette sowie die ausgestellte Urkunde an die DGNB zurückgeschickt werden.

Für die Umstellung wird keine komplett neue Konformitätsprüfung berechnet, sondern lediglich der Selbstkostenbeitrag für die Erstellung der neuen Plakette und der neuen Urkunde. Dieser liegt bei 350 bzw. 95 Euro (jeweils zzgl. USt. in gesetzlicher Höhe).

Hierfür müssen Sie sich bei der DGNB Geschäftsstelle (Anna-Maria Pfeil, Tel: +49 711 722322-47, E-Mail: zertifizierung@dgnb.de) melden und bis Jahresende eine schriftliche Erklärung abgeben, dass Sie die Umstellung wünschen.

Auch die Auszeichnungsstufen der Vorzertifikate können rückwirkend entsprechend angepasst werden. 

Die Aktualisierung bzw. die Umstellung nach der neuen Auszeichnungslogik ist rückwirkend nicht bindend, sondern freiwillig.

Nein, dies ist nicht vorgesehen. Ob auch Kommunikationsmedien parallel zur Umstellung angepasst werden, liegt in der Verantwortung der Eigentümer und Bauherren selbst. Wir empfehlen das „neue“ Logo bei einer neuen Auflage der Publikation zu verwenden. Dieses erhalten Sie, wenn Sie eine Aktualisierung wünschen, als Datei von uns zugesandt.

Die DGNB schreibt alle Auditoren und Mitglieder an und informiert sie über die neue Auszeichnungslogik. Alle Antragsteller bereits zertifizierter Projekte werden gesondert angeschrieben, um abzufragen, ob sie eine Umstellung der Auszeichnungsstufe wünschen. Hierfür schicken wir eine Erklärung mit, die unterschrieben an die DGNB zurückgeschickt werden muss. In dieser Erklärung müssen sie einige wenige Informationen zum Objekt machen, die sicherstellen sollen, dass das Gebäude noch dem Qualitätsniveau entspricht, auf das es ursprünglich in der Zertifizierung geprüft wurde.

Die Umstellung kann der aktuelle Eigentümer oder eine entsprechend vom Eigentümer bevollmächtigte Person beantragen.

Wir folgen damit einem weit verbreiteten Wunsch aus unserer Mitgliedschaft und dem Markt. Hintergrund ist, dass die Entscheidung für oder gegen ein Zertifizierungssystem gerade im internationalen Umfeld vielfach mehr von der Farbe der Auszeichnungsstufe und weniger von den Inhalten und den damit überprüften Qualitäten eines Gebäudes abhängt.

Mit der Anpassung der Auszeichnungslogik wollen wir diese schief geratene Diskussionsgrundlage mehr in die Waage bringen. Unser Anspruch ist es, über Inhalte und Qualitäten zu sprechen und nicht über Auszeichnungsfarben. Dieser Gesprächseinstieg fällt sicher leichter, wenn man nicht erst erklären muss, dass Gold nicht gleich Gold ist, wenn man die verschiedenen Systeme miteinander vergleicht. Zudem wollten wir mit diesem Schritt auch das große Engagement der Bauherren und Projektteams im Rahmen der DGNB Zertifizierung hervorheben.

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