DGNB
Industriestandorte (IS)

Industriestandorte

Auch Industriestandorte von einzelnen Unternehmen geraten zunehmend ins Blickfeld der Nachhaltigkeitsdebatte. Für viele Unternehmen nimmt die Bedeutung der Thematik auch im Rahmen einer umfassenderen Nachhaltigkeitsstrategie zu. Hierbei greift die Gestaltung und Optimierung einzelner Gebäude zu kurz. Nachhaltige Industriestandorte sind mehr als eine Summe ihrer Gebäude. Neben Fragen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung, nachhaltiger Mobilität, Logistik etc. spielt für Industriestandorte ebenfalls die Vernetzung innerhalb und mit angrenzenden Quartieren eine wichtige Rolle. Es ist ein zentrales Ziel, hier Synergien und möglichst geschlossene Kreisläufe zu schaffen. Zudem sind Konzepte für den Umgang mit Energie, Wasser oder Abfall ebenso wichtig wie solche zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und zur Kinderbetreuung. Das DGNB Nutzungsprofil für Industriestandorte unterstützt hier als Planungstool.

Merkmale nachhaltiger Industriestandorte

  • Beitrag zum Klimaschutz durch Reduzierung der Klimagase über den gesamten Lebenszyklus
  • Etablierung von Energie- und Stoffkreisläufen auf Standortebene (Circular Economy)
  • Anpassung an den Klimawandel sowie Förderung der Biodiversität
  • Hohe Aufenthaltsqualität für Beschäftigte und Besucher
  • Nachhaltige Mobilitätsangebote
  • Ressourcen- und Kosteneinsparung durch eine ganzheitliche Betrachtung der relevanten Faktoren am Standort sowie den Einsatz von technischen Systemen (Smart Infrastructure)
  • Maximale Nutzung und Erzeugung erneuerbarer Energien am Standort
  • Nutzung der Dachflächen (Begrünung, Photovoltaik)
  • Hohe Flexibilität der Baufelder, Gebäude und Freiräume

 

Zielgruppe der Zertifizierung

Das Zertifikat richtet sich an Unternehmen sowie die Wirtschaftsförderung von Kommunen.

Vorteile einer Zertifizierung

  • Beitrag zur Produkt- bzw. Unternehmensstrategie
  • Transparente und unabhängige Qualitätsauszeichnung
  • Imagebildung als nachhaltiger Standort
  • Kommunikation des Projekts in der Öffentlichkeit und Steigerung der Akzeptanz
  • Langfristige Qualitätssicherung bei Planung, Bau und Betrieb
  • Internationale Anwendbarkeit und Vergleichbarkeit von Standorten
  • Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen
  • Ganzheitliche Betrachtung aller relevanten Nachhaltigkeitsanforderungen
  • Prozess der Zertifizierung als Grundlage für die Entwicklung unternehmensweiter nachhaltiger Planungs- und Baustandards
  • Risikominimierung u.a. durch Vermeidung von potentiell gefährlichen Stoffen für die Gesundheit
  • Steigerung der Attraktivität des Standortes für bestehende und zukünftige Mitarbeiter

Besonderheiten des Nutzungsprofils

Das Nutzungsprofil soll die Planung und den Bau attraktiver und gleichzeitig ressourcenschonender Industriestandorte unterstützen. Neben der Qualität und des Ressourcenbedarfs der Gebäude, werden bei dem Nutzungsprofil auch die Freiflächen, Infrastrukturen und die Umgebung berücksichtigt. Denn diese Faktoren beeinflussen maßgeblich die Qualität und die Leistungsfähigkeit eines Industriestandortes und definieren den Rahmen für eine nachhaltige Entwicklung und Nutzung. Des Weiteren werden in diesem Nutzungsprofil auch Planungs- und Produktionsprozesse berücksichtigt.

Abgrenzung zu anderen Nutzungsprofilen

Der Fokus des Nutzungsprofils liegt auf privaten Produktions- bzw. Entwicklungsstandorten. Anders als bei den anderen Nutzungsprofilen für Quartiere werden bei Industriestandorten auch die Qualitäten der Gebäude (u.a. Arbeitsplatzkomfort, Schadstoffe, etc.) stärker in die Bewertung einbezogen. Die Gebäude selbst müssen für eine Standortzertifizierung jedoch nicht einzeln zertifiziert werden.

IHR ANSPRECHPARTNER

Dr. Stephan Anders
Abteilungsleiter DGNB Zertifizierung
Telefon: +49 711 722322-45
s.anders at dgnb.de

Mehrwert zertifizierter Quartiere

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