Nutzungsprofile

Zertifizierungsvoraussetzungen

Eine Anmeldung zur Zertifzierung kann nur auf einer bestehenden Marktversion des DGNB Zertifzierungssystems erfolgen.

Zertifizierungsvoraussetzungen für Gebäude - Neubau

Die Fertigstellung bzw. Inbetriebnahme des Gebäudes liegt zum Zeitpunkt der Zertifizierung bei Neubauten nicht länger als 3 Jahre zurück.

Ausnahme: Ist eine Zertifizierung eines Neubaus, dessen Fertigstellung bzw. Inbetriebnahme länger als 3 Jahre zurückliegt beabsichtigt, ist dies über eine Projektspezifische Anfrage zur Zertifizierbarkeit (PAZ) über den Auditor vor der Anmeldung des Projektes mit der DGNB Geschäftsstelle abzustimmen. In der Regel ist es immer möglich ein Gebäude nach einem Neubaunutzungsprofil zu zertifizieren.

DGNB Mindestanforderungen

Grundsätzlich gelten die folgenden Mindestanforderungen:

  • Innenraumluftqualität (Mindestanforderungen entsprechend dem Kriterium SOC1.2)
  • Barrierefreiheit (Mindestanforderungen entsprechend dem Kriterium SOC2.1)
  • Gesetzliche Anforderungen: Die gesetzlichen Anforderungen bei dem zu zertifizierenden Gebäude müssen erfüllt sein. Hierunter fällt auch der Brandschutz.

Ausnahmen werden in den Systemvoraussetzungen der einzelnen DGNB Nutzungsprofile beschrieben.

Aktualität von Gutachten, Berechnungen und Simulationen

Gutachten, Berechnungen und Simulationen müssen sich auf den aktuellen Planungsstand bzw. auf das tatsächlich gebaute Gebäude beziehen. Werden Gutachten und Simulationen verwendet, die sich auf einen vorherigen Planungsstand beziehen, muss ihre andauernde Gültigkeit bzw. Relevanz plausibel dargelegt werden.

Haupt- bzw. Nebennutzung

Das Nutzungsprofil mit dem größten Flächenanteil an der gesamten DGNB Bemessungsfläche wird als Hauptnutzung bezeichnet. Beträgt der Flächenanteil der Nebennutzung ≥ 15% der DGNB Bemessungsfläche, so muss diese mit dem entsprechenden Nutzungsprofil gemäß den Anwendungsregeln für Neubau Mischgenutzte Gebäude bewertet werden.

Abgrenzungsregelungen

Eine Zertifizierung ist als eine Einzelzertifizierung, Ensemblezertifizierung oder eine Mehrfach-/ bzw. Serienzertifizierung möglich. Hier finden Sie die Abgrenzungsregelung für die Einstufung der Projektzertifizierbarkeit. Betrachtet wird – sofern in den einzelnen Kriterien nicht anders dargelegt – ausschließlich das Gebäude und die diesen unmittelbar zugeordneten Freiflächen.

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Zertifizierungsvoraussetzungen für Gebäude im Betrieb

Erstanwendungsphase: Die Fertigstellung bzw. Inbetriebnahme des Gebäudes liegt zum Zeitpunkt der Zertifizierung bei Neubauten mindestens 1 Jahr zurück.

  • Ausnahme: Ist eine Zertifizierung eines Neubaus beabsichtigt, dessen Fertigstellung bzw. Inbetriebnahme nicht länger als 1 Jahre zurückliegt, ist dies über eine Projektspezifische Anfrage zur Zertifizierbarkeit (PAZ) über den Auditor vor der Anmeldung des Projektes mit der DGNB Geschäftsstelle abzustimmen. 

DGNB Mindestanforderungen

  • Die gesetzlichen Anforderungen bei dem zu zertifizierenden Gebäude müssen erfüllt sein.

Aktualität von Nachweisen

Nachweise müssen sich auf den aktuellen Gebäudezustand beziehen. Werden Nachweise verwendet, die sich nicht auf den aktuellen Gebäudezustand beziehen, muss ihre andauernde Gültigkeit bzw. Relevanz plausibel dargelegt werden.

Haupt- bzw. Nebennutzung

Das Nutzungsprofil mit dem größten Flächenanteil an der gesamten DGNB Bemessungsfläche wird als Hauptnutzung bezeichnet. Beträgt der Flächenanteil der Nebennutzung ≥ 15% der DGNB Bemessungsfläche, so ist die Vorgehensweise über 

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Zertifizierungsvoraussetzungen für Gebäude - Bestand

Die Fertigstellung oder Modernisierung des Bestandsgebäudes muss mindestens 3 Jahre vor dem Einreichungstermin der Unterlagen liegen.

Ausnahme: Ist eine Zertifizierung eines Neubaus, dessen Fertigstellung bzw. Inbetriebnahme länger als 3 Jahre zurückliegt beabsichtigt, ist dies über eine Projektspezifische Anfrage zur Zertifizierbarkeit (PAZ) über den Auditor vor der Anmeldung des Projektes mit der DGNB Geschäftsstelle abzustimmen. In der Regel ist es immer möglich ein Gebäude nach einem Neubaunutzungsprofil zu zertifizieren.

  • Instandhaltungsmaßnahmen und kleinere Maßnahmen wie z.B. das Versetzen von Trennwänden, Bodenbelags- oder Malerarbeiten zählen nicht zu Modernisierungsmaßnahmen und haben keinen Einfluss auf die Anwendbarkeit des vorliegenden Nutzungsprofils.
  • Modernisierungsmaßnahmen sind in einem begrenzten Rahmen grundsätzlich erlaubt; eine Zertifizierung nach den Kriterien Bestand ist nicht mehr möglich, wenn in den letzten 3 Jahren folgende Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen wurden (entweder 1 oder 2):

1) 50 % der Fassaden- und Dachfläche (energetisch wirksam) + eine wesentliche Änderung (Erzeugung und Verteilung) an Lüftung oder Heizung oder Kälte

2) 25 % der Fassaden- und Dachfläche (energetisch wirksam) + zwei wesentliche Änderungen (Erzeugung und Verteilung) an Lüftung oder Heizung oder Kälte 

Eine detaillierte Beschreibung befindet sich in den Allgemeinen Grundlagen des Nutzungsprofils. 

DGNB Mindestanforderungen

  • Innenraumhygiene VOC (Kriterium SOC 1.2)
  • Gesetzliche Anforderungen (Die gesetzlichen Anforderungen bei dem zu zertifizierenden Gebäude müssen erfüllt sein.)

Aktualität von Gutachten und Simulationen

Gutachten und Simulationen müssen sich auf den aktuellen Gebäudezustand beziehen. Werden Gutachten und Simulationen verwendet, die sich nicht auf den aktuellen Gebäudezustand beziehen, muss ihre andauernde Gültigkeit bzw. Relevanz plausibel dargelegt werden.

Haupt- bzw. Nebennutzung

Das Nutzungsprofil mit dem größten Flächenanteil an der gesamten DGNB Bemessungsfläche wird als Hauptnutzung bezeichnet. Beträgt der Flächenanteil der Nebennutzung ≥ 15% der DGNB Bemessungsfläche, so ist die Vorgehensweise über eine Projektspezifische Anfrage zur Zertifizierbarkeit (PAZ) über den Auditor vor der Anmeldung des Projektes mit der DGNB Geschäftsstelle abzustimmen.

Abgrenzungsregelungen

Eine Zertifizierung ist als eine Einzelzertifizierung, Ensemblezertifizierung oder eine Mehrfach-/ bzw. Serienzertifizierung möglich. Hier finden Sie die Abgrenzungsregelung für die Einstufung der Projektzertifizierbarkeit. Betrachtet wird – sofern in den einzelnen Kriterien nicht anders dargelegt – ausschließlich das Gebäude und die diesen unmittelbar zugeordneten Freiflächen.

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Zertifizierungsvoraussetzungen für Quartiere

  • Die Mindestgröße eines Quartiers beträgt 2 Hektar Bruttobauland (BBL).
  • Das Quartier setzt sich aus mehreren Gebäuden und mindestens zwei Baufeldern zusammen und verfügt über öffentliche bzw. öffentlich zugängliche Räume und entsprechender Infrastruktur.
  • Stadtquartier: Der Wohnanteil (gemessen an der BGFDGNB) beträgt mindestens zehn und maximal 90 Prozent.
  • Gewerbequartier: Das Quartier weist eine differenzierte Nutzungsstruktur auf.
  • In allen Zertifizierungsphasen ist der Auftraggeber dafür verantwortlich, dass es keinen Widerspruch der Eigentümer des Gebietes gegen die Zertifizierung gibt. Diese Regelung bezieht sich auf Privatgrundstücke im Quartier oder Grundstücke der öffentlichen Hand, die nicht der Allgemeinheit dienen.
  • Des Weiteren gelten innerhalb der Kriterien folgende Grenzwerte:
THEMENBEREICHEKRITERIUMGRENZWERTBESCHREIBUNG
Naturschutz ENV1.4 Biodiversität 10 BWP Gesamtkriterium zur Sicherung der Mindest-Umweltverträglichkeit
Klimaschutz 2.1. Ökobilanz-Ressourcenverbrauch 5 BWP

5 BWP
LCAQ, ges = 1,4 * LCAQ, REF
prozentualer Anteils der erneuerbaren Primärenergie am Gesamtprimärenergiebedarf
≥4 %
Soziales SOC1.2 Soziale und erwerbswirtschaftliche Infrastruktur 5 BWP
5 BWP
Bildung
Nahversorgung
Prozess PRO1.1 Partizipation 10 BWP Gesamtkriterium zur Sicherung der Mindest-Bürgerbeteiligung

Zertifizierungsvoraussetzungen für Industriestandorte (Erstanwendung)

  1. Die Mindestgröße eines Industriestandortes beträgt 2 Hektar Bruttobauland (BBL).
  2. Es handelt sich um einen überwiegend industriell genutzten Standort.
  3. Es gibt eine natürliche oder juristische Person, die flächenverantwortlich für den Standort ist.

 

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