DGNB Kriterien

Das DGNB System bewertet keine einzelnen Maßnahmen, sondern die Gesamtperformance eines Gebäudes anhand von Kriterien. Werden diese Kriterien in herausragender Weise erfüllt, erhält das Gebäude ein Zertifikat bzw. Vorzertifikat in Platin, Gold, Silber oder Bronze bei Bestandsimmobilien. Die DGNB entwickelt ihr Zertifizierungssystem laufend weiter und passt es an nationale und internationale Normen und Gesetzgebungen an.

Kriterien am Beispiel 'Neubau Büro- und Verwaltungsgebäude, Version 2015 (15.05.15)'

 

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ENV1.1 Ökobilanz – emissionsbedingte Umweltwirkungen

Ziel ist eine lebenszyklusorientierte Planung des Gebäudes, welche emissionsbedingte Umweltwirkungen reduziert.

Gebäude verursachen in allen Phasen ihres Lebenszyklus Emissionen, von der Herstellung ( z. B. durch den Einsatz von Baustoffen und Bauprodukten) über die Nutzung ( z. B. durch den Gebäudebetrieb, die Instandhaltung) bis zum Lebensende ( z. B. durch den Rückbau). Diese Emissionen gehen in Luft, Wasser und Boden über und verursachen dort vielfältige Umweltprobleme. Hierzu zählen die globale Erwärmung, die Zerstörung der stratosphärischen Ozonschicht, Sommersmog, Wald- und Fischsterben sowie die Überdüngung von Gewässern und Böden. Eine lebenszyklusorientierte Planung von Gebäuden unterstützt Bauherren und Planer darin, Entscheidungen zugunsten Lösungen zu treffen, die sowohl hinsichtlich unterschiedlicher Umweltthemen als auch hinsichtlich verschiedener Wirkungsorte und Wirkungszeitpunkte optimiert sind.

Zusätzliche Erläuterung

Mit Hilfe von Ökobilanz-Daten werden diese Emissionen über den gesamten Lebenszyklus – für Herstellung, Betrieb und Lebensende – berechnet und anhand von Benchmarks ausgewertet. Die durch diese Emissionen verursachten Umweltprobleme finden sich in folgenden Umweltindikatoren wieder:

  1. Klimawandel: Treibhauspotenzial (Global Warming Potential, GWP)
  2. Zerstörung der stratosphärischen Ozonschicht: Ozonschichtabbaupotenzial (Ozone Depletion Potential, ODP)
  3. Sommersmog: Ozonbildungspotenzial (Photochemical Ozone Creation Potential, POCP)
  4. Wald- und Fischsterben: Versauerungspotenzial (Acid Potential, AP)
  5. Überdüngung: Überdüngungspotenzial (Eutrophication Potential, EP)

Die Gebäude-Ökobilanz sollte nach Möglichkeit bereits während der Planungsphase eingesetzt werden. Sie kann als wichtiges Instrument zur Optimierung der ökologischen Qualität des Gebäudes dienen.

ENV1.2 Risiken für die lokale Umwelt

Ziel ist es, alle gefährdenden oder schädigenden Werkstoffe, (Bau-) Produkte sowie Zubereitungen, die Mensch, Flora und Fauna beeinträchtigen bzw. kurz-, mittel- und / oder langfristig schädigen können, zu reduzieren, zu vermeiden oder zu substituieren.

Die Verwendung besonders umweltverträglicher Materialien einer möglichst hohen Qualitätsstufe dieses Kriteriums ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Innenraumluftqualität, sondern hilft auch das Sanierungsrisiko eines Gebäudes in Hinblick auf Schadstoffe zu begrenzen.

Nur ein materialökologisch vollständiger Bauteilkatalog  liefert dem Bauherrn die Information an  welcher Stelle des Bauwerkes welche Bauprodukte eingesetzt wurden. Dieses ist eine wichtige Information zur Qualitätssicherung in der Bauausführung, zur Aufklärung von Mängeln und ihrer sachgerechten Beseitigung und zur kostenoptimierten Instandhaltung. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Wertstabilität eines Gebäudes geleistet.

Bestimmte Stoffe, Bauprodukte und Zubereitungen stellen eine Gefahr für Boden, Luft, Grund- und Oberflächenwasser sowie für Mensch, Flora und Fauna dar. Dies betrifft deren gesamten Lebenszyklus  - von der Herstellung, der Verarbeitung auf der Baustelle, der Nutzung im (Gebäude-) Bestand sowie ihrer Beseitigung (Rückbau, Recycling, Deponierung). Die lokalen Risiken werden stoff- und produktbezogen bewertet, da öko- und humantoxikologische Wirkungskategorien mangels Erfassungs- und Bewertungsverfahren in der Ökobilanz noch nicht erfasst werden.

Zusätzliche Erläuterung

Im DGNB Zertifizierungssystem werden risikoreiche Material- und Stoffgruppen einzeln und produktbezogen abgefragt und bewertet. Berücksichtigt werden derzeit unter anderem folgende Stoffgruppen (als Produkte oder als Bestandteil von Rezepturen):

  • Halogenierte und teilhalogenierte Kältemittel
  • Halogenierte und teilhalogenierte Treibmittel
  • Schwermetalle
  • Stoffe, die unter die Biozid-Richtlinie fallen
  • Gefahrstoffe gemäß CLP-Verordnung (1272/2008/EG)
  • Organische Lösungsmittel und Weichmacher
  • Besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC nach REACH (1907/2006/EG)

Als besonders besorgniserregend werden Chemikalien/Stoffe eingestuft, die besonders gefährlich im Sinne der folgenden toxischen Endpunkte sind:

  • krebserregend, erbgutverändernd und fortpflanzungsgefährdend (CMR),
  • persistent, bioakkumulierend und toxisch (PBT),
  • sehr persistent und sehr bioakkumulierend (vPvB) sowie
  • ähnlich besorgniserregend (z. B. endokrine Disruptoren).

Nach REACH (= Europäisches Chemikalienrecht) müssen Lieferanten ihre Kunden informieren, wenn ein Erzeugnis (z. B. ein TGA-Dämmschlauch) einen auf der Kandidatenliste aufgeführten Stoff in einer Konzentration von mehr als 0,1 % (w/w) enthält. Diese Verpflichtung wird in Artikel 33 der REACH-Verordnung beschrieben und gilt, sobald ein Stoff in die Kandidatenliste aufgenommen wurde.

Die Konkretisierung und Erläuterung der zu betrachtenden Stoffe und Bauteile erfolgt in der Kriterienmatrix (s. Anlage 1).

Für die Anforderung an eine Begrenzung von Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen aus Produkten oder deren Risikopotenziale während der Nutzung, ergeben sich Überschneidungen hinsichtlich des VOC-Gehalts im Produkt und der daraus resultierenden Freisetzung von VOCs durch das Produkt. Im Kriterium ENV 1.2 „Risiken für die lokale Umwelt“ wird überwiegend der VOC-Gehalt im Produkt bewertet und nur dort, wo keine Branchenregelungen zu VOC-Gehalten bestehen, die Freisetzung (z. B. Dichtstoffe). Die quantitativen Emissionen flüchtiger Stoffe in den Innenraum werden im Kriterium SOC1.2 „Innenraumluftqualität“ betrachtet.

Vorgehen in der Planung:

Bereits in einer frühen Planungsphase sind bestimmte Materialien und Bauteile hinsichtlich kritischer Stoffe (s. Anlage 1) zu betrachten und gegebenenfalls konstruktive Alternativen zu prüfen. Durch eine bewusste Baustoffwahl kann, ohne Einschränkung der gestalterischen und funktionalen Planung, meist auf die in der Kriterienmatrix genannten Gefahrstoffe und Produkte verzichtet werden. 

ENV1.3 Umweltverträgliche Materialgewinnung

Ziel ist es, die Verwendung von Bauprodukten zu fördern, deren Gewinnung und Verarbeitung anerkannten ökologischen und sozialen Standards entsprechen.

Der Einbau von zertifizierten Bauprodukten gibt Bauherren und Nutzern die Sicherheit, dass Baustoffe im Gebäude verwendet wurden, die im Ab- oder Anbauprozess natürliche Kreisläufe beachten unter gleichzeitiger Einhaltung anerkannter sozialer Standards.

Zusätzlichen Erläuterungen

Aspekte des Kriteriums sind der Schutz der Wälder, der Ausschluss von Kinderarbeit und die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards bei der Natursteingewinnung. Die Verwendung von zertifizierten Holz und Holzwerkstoffen fördert die nachhaltige Bewirtschaftung und den Erhalt von Wäldern. Anerkannte Standards in der Natursteinverarbeitung einzuhalten, verbessert die Arbeitsbedingungen in Steinbrüchen und weiterverarbeitenden Betrieben in Entwicklungs- und Schwellenländern.

ENV2.1 Ökobilanz – Ressourcenverbrauch

Ziel ist eine lebenszyklusorientierte Gebäudeplanung, die unter Einsatz eines möglichst großen Anteils an erneuerbaren Energien, eine Reduzierung des Gesamtverbrauchs an Primärenergie erreicht.

Gebäude verursachen in allen Phasen ihres Lebenszyklus Ressourcenverbräuche, von der Herstellung über die Nutzung bis zum Lebensende. Die benötigten Ressourcen können  z. B. energetische Ressourcen, nicht-erneuerbare abiotische Ressourcen oder Wasserressourcen sein.

Eine lebenszyklusorientierte Planung von Gebäuden erlaubt Bauherren und Planern, Entscheidungen zu treffen, die sowohl hinsichtlich unterschiedlicher Umweltthemen als auch hinsichtlich verschiedener Wirkungsorte und Wirkungszeitpunkte optimiert sind. Angestrebt wird beispielsweise eine Übererfüllung der gesetzlichen Vorschriften beim Einsatz erneuerbarer Energien zugunsten des globalen Klima- und Ressourcenschutzes.

Auch soll die Grundlage gelegt werden, abiotische Ressourcenverbräuche sowie den Wasserverbrauch über den gesamten Gebäudelebenszyklus zukünftig bewerten zu können.

Zusätzliche Erläuterung

Gefordert wird die Berechnung der Ergebnisse verschiedener Umweltindikatoren mit Hilfe einer „Gebäude-Ökobilanz“ für den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes. Folgende Indikatoren sind zu ermitteln und in die Bewertung einzubeziehen:

  1. Nicht erneuerbarer Primärenergiebedarf (PEne),
  2. Gesamtprimärenergiebedarf (PEges),
  3. Anteil erneuerbarer Primärenergie
  4. Abiotischer Ressourcenverbrauch (ADPelements)
  5. Wasserverbrauch (WF)

Die Gebäude-Ökobilanz sollte nach Möglichkeit bereits während der Planungsphase eingesetzt werden. Sie kann dann als wichtiges Instrument zur Optimierung der ökologischen Qualität des Gebäudes dienen.

ENV2.2 Trinkwasserbedarf und Abwasseraufkommen

Ziel ist der Erhalt des natürlichen Wasserkreislaufs sowie eine Reduktion des Trinkwasserbedarfs durch Wiederverwertung von Abwässern und Nutzung lokaler Ressourcen.

Eine Reduzierung des Trinkwasserbedarfs senkt laufende Kosten. Darüber hinaus schafft ein hohes Maß an Wiederverwertung von Abwässern sowie die Nutzung lokaler Ressourcen (Brunnen, Regenwasser) Unabhängigkeit von Preisschwankungen und Verfügbarkeit.

Zusätzliche Erläuterung

Um hochwertiges Trinkwasser zu erhalten, wird Wasser täglich den natürlichen Kreisläufen entnommen, aufwendig aufbereitet und genutzt. Das entstehende Abwasser muss anschließend von Schadstoffen und Verschmutzungen geklärt werden, bevor es wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt wird. Ziel einer nachhaltigen Bauweise ist es daher, Trinkwasserbedarf und Abwasseraufkommen zu reduzieren, um den natürlichen Wasserkreislauf so wenig wie möglich zu stören.

Anhand von festgelegten Annahmen zum Nutzerverhalten und zum geplanten Umgang mit Grau- und Regenwasser werden diese Voraussetzungen geprüft und bewertet. Ebenso wichtig ist die Frage, wie das Wasser im Gebäude abgeleitet und aufbereitet wird. Durch ein ganzheitliches Konzept, das auch gestalterische Aspekte berücksichtigt, werden entscheidende Voraussetzungen für die im DGNB Kriterium genannten Ziele geschaffen.

ENV2.3 Flächeninanspruchnahme

Ziel ist die Verringerung der zusätzlichen Inanspruchnahme von Flächen für bauliche Nutzungen und die Begrenzung der Bodenversiegelung nicht bebauter Flächen.

Der sparsame und schonende Umgang mit Grund und Boden ist nicht nur aus ökologischer Sicht notwendig. Vor dem Hintergrund steigender Infrastrukturkosten ist auch eine ökonomische Betrachtung sinnvoll. So kann ein sparsamer und schonender Umgang mit Flächen auf lokaler Ebene zu geringeren Erschließungsbeiträgen und Abwassergebühren sowie zu einer Verbesserung des Mikroklimas führen.

Zusätzliche Erläuterung

Fläche wird nicht „verbraucht“, sondern anders genutzt. Das spiegelt sich in der Regel darin wieder, dass sich die Art und der Grad der Bodenbedeckung ändern. Das Kriterium bewertet, ob und in welchem Ausmaß sich die Art der Flächennutzung durch das Bauvorhaben ändert.

Eine positive Bewertung kann insbesondere durch Wiedernutzbarmachung von Flächen im Sinne einer Flächenkreislaufwirtschaft, Nachverdichtung und andere Maßnahmen zur Innenentwicklung erreicht werden.

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ECO1.1 Gebäudebezogene Kosten im Lebenszyklus

Ziel ist ein sinnvoller und bewusster Umgang mit wirtschaftlichen Ressourcen über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes.

Die Wirtschaftlichkeit von Gebäuden hängt neben Erträgen von den Herstellungs- und Verwertungskosten im Wesentlichen von deren kosteneffizientem Betrieb ab. Die Lebenszykluskostenberechnung ermöglicht hierzu eine mittel- bis langfristige Kostenbetrachtung eines Gebäudes. Auf Basis dieser Zahlen kann eine transparente Vergleichskostenrechnung von Gebäuden ähnlicher Nutzung und Funktionalität für weiterführende Analysen und Optimierungen angestellt werden. Die Berechnung erfolgt nach fest vorgegebenen Parametern und führt einen bewertenden Vergleich anhand von Benchmarks aus.

Zusätzliche Erläuterung

Anhand einer prozessbegleitenden Lebenszykluskostenplanung können Kostentreiber aber auch Win-win-Lösungen identifiziert werden (z.B. Maßnahmen, die zum einen in umwelttechnischer und zugleich in wirtschaftlicher Hinsicht sinnvoll sind). So kann eine Lebenszykluskostenberechnung zu einer ausgewogenen Betrachtung von Maßnahmen unterschiedlicher Themenfelder im DGNB Zertifizierungssystem beitragen. Optionen und Alternativen werden auf ihre kurz- mittel- und langfristige Kosteneffizienz untersucht und tragen dadurch potentiell zur Stärkung der Wirtschaftlichkeit des Gebäudes bei.

Zu den Lebenszykluskosten zählen alle Kosten, die über die Lebensdauer eines Bauwerks hinweg entstehen:

  • Herstellungs- bzw. (Erst-)Investitionskosten: in der Erstellungsphase anfallende Kosten (Kosten für Planung und Ausführung).
  • Folgekosten bzw. ausgewählte Nutzungskosten: Objektmanagement-, Betriebs- und Instandsetzungskosten.
  • Verwertungskosten: Kosten für Abbruch, Rückbau, Recycling und Entsorgung (diese Kosten haben durch die Anwendung der Kapitalbarwertmethode einen insignifikanten Anteil an den LCC und werden deshalb aktuell nicht berücksichtigt).

Aufgestellt werden die Lebenszykluskosten nach Kostengruppen, da ansonsten Austauschzyklen von Bauteilen sowie Instandhaltung nicht betrachtet werden können.

ECO2.1 Flexibilität und Umnutzungsfähigkeit

Ziel ist es, das Gebäude so flexibel wie möglich zu konzipieren und eine möglichst große Umnutzungsfähigkeit einzuplanen.

Je leichter sich ein Gebäude an veränderte Anforderungen anpassen lässt, desto günstiger wirkt sich das auf die Akzeptanz der Nutzer, seine Lebensdauer und die Lebenszykluskosten aus. Gute Umnutzungsfähigkeit und Flexibilität vermindern daher das Risiko eines Leerstands und tragen langfristig zum wirtschaftlichen Erfolg der Immobilie bei.

Zusätzliche Erläuterung

Arbeits-, Wohn- und Lebenswelten verändern sich durch technische und gesellschaftliche Entwicklungen. Daraus ergibt sich, dass auch Gebäude besonders effizient, flexibel und umnutzbar sein müssen. Die Anpassung eines Gebäudes kann durch vom Nutzer bewirkte Umstrukturierungen oder Änderung in der Nutzung (z. B. durch einen Mieterwechsel) erforderlich werden.
Aus ökonomischer Sicht bewertet man die Flächeneffizienz. Als Indikator für die Wirtschaftlichkeit der Flächen betrachtet man die Relation von nutzbaren bzw. vermietbaren Flächen zur Gesamtfläche des Gebäudes.

Dieses DGNB Kriterium hat einen engen Bezug zum Kriterium TEC1.4 des Themenfeldes „Technische Qualität“, welches die Anpassungsfähigkeit der technischen Systeme bewertet.

ECO2.2 Marktfähigkeit

Ziel ist es, Gebäude mit möglichst hoher Nutzerakzeptanz und langfristigem Marktpotential zu schaffen.

Nicht genutzte Gebäude sind eine Fehlallokation wirtschaftlicher Ressourcen. Ein (mittel- oder langfristig) leerstehendes Gebäude ist nicht nachhaltig. Eine hohe Marktfähigkeit fördert den Werterhalt oder sogar die Wertsteigerung einer Immobilie, die sich dadurch wesentlich leichter bzw. zu höheren Preisen vermieten oder verkaufen lässt.

Zusätzliche Erläuterung

Die Marktfähigkeit von Immobilien drückt sich in Investitions- und Anmietungsentscheidungen aus. Diese stellen letztendlich die Grundlage für eine kontinuierliche Nutzung der einzelnen Immobilie über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg dar.
Liegt die Standort- und Objektqualität eines Gebäudes über dem marktüblichen Niveau, kann von einer hohen Marktfähigkeit und dadurch auch von einem geringen Leerstandsrisiko ausgegangen werden. Umgekehrt führt eine unterdurchschnittliche Standort- und Objektqualität zu einer reduzierten Marktfähigkeit und einer eingeschränkten Vermietbarkeit. Unter diesen Umständen leiden Wertstabilität und Mieteinnahmen.
Die Marktfähigkeit wird im Wesentlichen anhand der Aspekte „Markt“ und „Standort“ untersucht. Hierbei geht es um die Fragestellung, inwiefern das Gebäude mit seiner jeweiligen Nutzung standort- und marktgerecht ist. Es geht nicht um eine absolute Beurteilung des Standorts oder des Marktes, sondern Objektqualität, Standortaspekte und Markteigenschaft werden in Relation zueinander beurteilt.


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SOC1.1 Thermischer Komfort

Ziel ist es für Winter und Sommer einen thermischen Komfort zu gewährleisten, welcher der vorgesehenen Nutzung entspricht und für eine angemessene Behaglichkeit sorgt.

Der thermische Komfort in Gebäuden leistet einen wichtigen Beitrag zu einem effizienten und leistungsfördernden Arbeits- und Wohnumfeld und trägt maßgeblich zu einer hohen Zufriedenheit der Nutzer bei.
Thermisch komfortabel ist ein Raum dann, wenn es dort weder zu kalt noch zu warm ist, die Luft nicht zu trocken oder zu feucht ist und keine Zugluft herrscht.

Zusätzliche Erläuterung

Die Akzeptanz des Raumklimas hängt sowohl in der Kühl- als auch in der Heizperiode von der Raumlufttemperatur, von der Temperatur der den Menschen umgebenden Oberflächen, von der Luftgeschwindigkeit im Raum und von der relativen Luftfeuchte ab. Zu betrachten ist dabei nicht nur die Gesamtbehaglichkeit, sondern auch das eventuelle Auftreten von lokalen Phänomenen, die den thermischen Komfort beeinträchtigen. So kann eine Person zwar insgesamt thermische Behaglichkeit empfinden, sich jedoch durch lokale Zugluft an einem Körperteil beeinträchtigt fühlen.

SOC1.2 Innenraumluftqualität

Vorbemerkung

Das Kriterium Innenraumluftqualität stellt ein Ausschlusskriterium im DGNB Zertifizierungssystem dar (dies gilt nicht für Nutzungsprofile Neubau Handel und Neubau Industrie).
Ein Gebäude, das die Mindestanforderungen an die Innenraumluftqualität nicht erfüllt, ist von der Zertifizierung ausgeschlossen.

Ziel ist es, eine Luftqualität im Innenraum zu gewährleisten, die das Wohlbefinden und die Gesundheit der Raumnutzer nicht beeinträchtigt.

Menschen halten sich heutzutage bis zu 90 Prozent ihrer Zeit in geschlossenen Räumen auf, daher spielt die Qualität der Raumluft eine bedeutende Rolle in Bezug auf Leistungsfähigkeit und Gesundheit.
Das Gewährleisten einer hohen Raumluftqualität durch den Einsatz emissionsarmer Produkte und die Bereitstellung einer angemessenen Luftwechselrate erhöht das Wohlbefinden der Nutzer und stellt einen wichtigen Beitrag zur Sicherung deren Arbeitsfähigkeit bzw. Zufriedenheit dar.

Zusätzliche Erläuterung

Bei Wohn-, Büro-, oder Unterrichtsräumen, die über mehrere Stunden von den gleichen Personen genutzt werden, kann es zu einer Beeinträchtigung der Innenraumluftqualität kommen. Eine TVOC-Konzentration (Summe aller flüchtigen organischen Verbindungen) von mehr als 3.000 µg/m³ oder eine Formaldehyd-Konzentration von mehr als 120 µg/m³ sowie eine Überschreiten der RW II-Werte sind als hygienisch bedenklich einzustufen. Gebäude mit einer solch hohen Belastung sind deshalb von der DGNB Zertifizierung ausgeschlossen.

In Verkaufsräumen oder Kinosälen, die im Wesentlichen durch ständig wechselnde Personen mit einer geringen Verweildauer genutzt werden, ist das Risiko einer hygienisch bedenklichen Situation mit geeigneten Methoden zu minimieren. Gebäude mit einem erkennbaren Risiko für die Gesundheit sind von der DGNB Zertifizierung auszuschließen.

In großen Hallen oder Lagerräumen beispielsweise, in denen entweder eine geringe Beeinträchtigung der Innenraumluftqualität durch die umgrenzenden Bauteile sowie keine ständige Nutzung durch Personen erfolgt, liegt ein geringes gesundheitliches Risiko vor. Für diese Räume sollte eine geringe Belastung durch bauseitige Emissionen angestrebt werden.

Bei den vorgenannten Betrachtungen sollten darüber hinaus auch als unangenehm empfundene olfaktorische Wahrnehmungen vermieden werden.

SOC1.3 Akustischer Komfort

Ziel ist es, raumakustische Verhältnisse zu schaffen, die der vorgesehenen Nutzung entsprechen und einen angemessenen Nutzerkomfort gewährleisten.

Gute akustische Bedingungen sind eine wichtige Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit und die Behaglichkeit der Nutzer.

Zusätzliche Erläuterung

Je nach Größe und Nutzung eines Raumes sind unterschiedliche Maßnahmen erforderlich, um  gute akustische Bedingungen  zu erzielen. In Räumen für Sprachkommunikation steht eine gute Sprachverständlichkeit zwischen den Plätzen des Senders* und den Plätzen der Zuhörer im Mittelpunkt. In Call-Centern und in Essensräumen werden in erster Linie ein geringer Störschalldruckpegel und eine gute Sprachverständlichkeit über kurze Distanzen angestrebt. In Musikräumen geht es vorrangig um eine Unterstützung des Musikerlebnisses durch den Raum. Die Einhaltung der im DGNB Kriterium beschriebenen unterschiedlichen Anforderungen ist notwendig, um der Nutzung entsprechend gute raumakustische Verhältnisse zu erreichen.

SOC1.4 Visueller Komfort

Ziel ist in allen ständig genutzten Innenräumen eine ausreichende und störungsfreie Versorgung mit Tages- und Kunstlicht sicher zu stellen.

Visueller Komfort bildet die Grundlage für allgemeines Wohlbefinden und effizientes und leistungsförderndes Arbeiten. Natürliches Licht wirkt sich positiv auf die psychische und physische Gesundheit des Menschen aus. Darüber hinaus bildet eine gute Tageslichtnutzung ein hohes Energieeinsparpotential für künstliche Beleuchtung, und Kühlung.

Zusätzliche Erläuterung

Visueller Komfort wird durch eine ausgewogene Beleuchtung, ohne nennenswerte Beeinflussungen wie Direkt- und / oder Reflexblendung, sowie durch ein ausreichendes Beleuchtungsniveau und individuelle Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse erreicht. Die Nutzerzufriedenheit steht dabei in engem Zusammenhang mit dem Empfinden von Komfort und Wohlbehagen. Von hoher Bedeutung ist der Ausblick, durch den die Nutzer Informationen über Tageszeit, Umgebung, Wetterbedingungen etc. erhalten. Weitere Kriterien sind Blendfreiheit, Lichtverteilung und Lichtfarbe im Raum. Die Anforderungen gelten grundsätzlich für Tageslicht- und Kunstlichtbeleuchtung, wobei bei der Bewertung der Tageslichtversorgung im Innenraum eine besonders wichtige Rolle zukommt. Daher muss in allen ständig genutzten Innenräumen eine ausreichende und störungsfreie Versorgung mit Tages- und Kunstlicht sichergestellt sein.

SOC1.5 Einflussnahme des Nutzers

Ziel ist es, dem Nutzer eine möglichst große Einflussnahme auf die Raumkonditionierung hinsichtlich Lüftung, Sonnenschutz, Blendschutz, Temperatur und Lichtverhältnis zu ermöglichen.

Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit des Nutzers ebenso wie der Energieverbrauch im Gebäude hängen eng mit den Möglichkeiten zusammen, die der Nutzer zur individuellen Beeinflussung des Raumklimas hat. Wichtige Faktoren für eine möglichst hohe Akzeptanz des Raumklimas sind die thermische Behaglichkeit, die Qualität der Innenraumluft, der Geräuschpegel und die Beleuchtung.

Zusätzliche Erläuterung

Maßnahmen, die dem Nutzer eine möglichst große Einflussmöglichkeit auf das jeweilige Raumklima eröffnen, steigern die Behaglichkeit am Arbeitsplatz bzw. im Wohnraum. Die Förderung der Behaglichkeit führt wiederum zu einer gesteigerten Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit des Nutzers. Die frühzeitige Integration entsprechender Maßnahmen in die Planung wird deshalb positiv bewertet.

SOC1.6 Aufenthaltsqualitäten Innen/Außen

Ziel ist es, Gebäudenutzern einen Innen- bzw. Außenraum mit möglichst vielseitigen Aufenthaltsmöglichkeiten und guter Ausstattungsqualität zu bieten sowie die Nachhaltigkeit einer Immobilie und den Komfort aller Nutzer langfristig durch funktionale und qualitativ hochwertige Nutzungsbereiche zu steigern.

Kommunikationsfördernde Aufenthaltsbereiche dienen dem Allgemeinwohl des Nutzers, bieten alternative Arbeits- und Pausenflächen, fördern den kommunikativen Austausch zwischen den Nutzern und die Akzeptanz für das Bauwerk. Darüber hinaus kann die qualitative Einbeziehung der kommunikationsfördernden Aufenthaltsbereiche im Außenraum in das Erscheinungsbild des Gebäudes zur Verbesserung des Stadtbildes in der näheren Umgebung beitragen.

Zusätzliche Erläuterung

Aufenthaltsbereiche im Innen- und Außenbereich  können neben repräsentativen und gestalterischen Aspekten den Komfort aller Nutzer (Mieter/Eigentümer und/oder externe Nutzer) erhöhen. Die Gestaltung der Funktionsbereiche ist zuvorderst im Zusammenhang mit dem Wohlbefinden der Nutzer zu sehen. Diese Bereiche bieten die Möglichkeit besondere Plätze zum Aufenthalt und der Regeneration bereitzustellen.

SOC1.7 Sicherheit

Ziel ist es, Gefahrensituationen in Gebäuden und deren unmittelbarem Umfeld durch eine entsprechende bauliche Konzeption so weit wie möglich zu vermeiden.

Ein hohes Sicherheitsempfinden trägt grundlegend zur Behaglichkeit des Menschen bei. Unsicherheit und Angst schränken hingegen die Bewegungsfreiheit ein. Maßnahmen, die das Sicherheitsgefühl erhöhen, sind in der Regel auch dazu geeignet, die Gefahr von Übergriffen durch andere Personen zu verringern.

Zusätzliche Erläuterung

Das Sicherheitsempfinden wird etwa durch eine ausreichende Einsehbarkeit und Ausleuchtung der Außenräume, durch eine übersichtliche Wegeführung und durch technische Sicherheitseinrichtungen erzeugt. Diese Maßnahmen dienen der Vermeidung von Gefahren, Übergriffen und Unfällen.

SOC2.1 Barrierefreiheit

Vorbemerkung

Das Kriterium Barrierefreiheit stellt ein Ausschlusskriterium im DGNB Zertifizierungssystem dar (dies gilt nicht für das Nutzungsprofil Neubau-Industrie).  
Ein Gebäude, das die jeweiligen Mindestanforderungen an die Barrierefreiheit nicht erfüllt, ist von der Zertifizierung ausgeschlossen.

Ziel ist es, die gesamte gebaute Umwelt jedem Menschen, unabhängig von seiner persönlichen Situation, uneingeschränkt zugänglich und nutzbar zu machen.

Werden Grundsätze des barrierefreien Bauens bereits bei der Planung von Baumaßnahmen berücksichtigt, unabhängig davon, ob zu diesem Zeitpunkt Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen das Gebäude nutzen, können durch vorausschauende Lösungen die Kosten für eine erforderliche Anpassung und eines aufwändigen Umbaus weitgehend vermieden werden.

Barrierefreies Bauen erhöht die Attraktivität von Gebäuden grundsätzlich für alle Personengruppen, insbesondere für Menschen mit motorischen, sensorischen und kognitiven Einschränkungen. Gerade im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel sollte die Unterschiedlichkeit der Menschen als Potential empfunden werden.

Zusätzliche Erläuterung

Ist das gesamte Gebäude – bis auf wenige, untergeordnete Flächen – und die zugehörige Gebäudeerschließung barrierefrei, können alle Menschen uneingeschränkt und selbständig am privaten, beruflichen und öffentlichen Leben teilnehmen.

SOC2.2 Nutzungsangebote an die Öffentlichkeit

Ziel ist es, die gesellschaftliche Akzeptanz eines Gebäudes, ebenso wie seine Integration in den städtebaulichen Kontext, durch ein vielfältiges Nutzungsangebot an die Öffentlichkeit zu fördern.

Gebäude mit einem vielfaltigen Nutzungsangebot an die Öffentlichkeit fördern die Kommunikation und die Gemeinschaft und damit die allgemeine Akzeptanz.

Zusätzliche Erläuterung

Je mehr sich ein Gebäude seiner Umwelt und der Gesellschaft öffnet, desto besser wird seine Zugänglichkeit bewertet. Maßnahmen zur Erhöhung der Zugänglichkeit sind zum Beispiel öffentlich nutzbare Freianlagen am Gebäude, Cafeterien oder Räumlichkeiten, die an Dritte vermietet werden (Büroeinheiten, Tagungsräume, Aulen, Sportanlagen etc.). Eine solche Öffnung ermöglicht eine längere und umfangreichere Nutzung des Gebäudes über die tägliche Nutzungsdauer der eigentlichen Funktion hinaus.

Technische Qualität Mehr

TEC1.2 Schallschutz

Vorbemerkung

Im Büro- und Verwaltungsbau ist es unbedeutend, ob schalltechnische Beeinträchtigungen und Störungen aus dem nutzereigenen oder aus fremden Bereichen resultieren. Daher gelten hier, entgegen den Ausführungen der DIN 4109, die unten aufgeführten Anforderungen – unabhängig davon, ob sie zu den eigenen oder fremden Teilbereichen des Gebäudes gehören.

Ziel ist es, eine der Nutzung der Räume entsprechende Raumakustik zu gewährleisten, die Behaglichkeit beim Nutzer generiert und unzumutbare Belästigungen ausschließt.

Die schalltechnische Qualität eines Raumes bestimmt wesentlich das Wohlbefinden und Zufriedenheitsgefühl der Nutzer. Ein guter Schallschutz beeinflusst die Konzentrationsfähigkeit, den Vertraulichkeitsschutz, das Ruhebedürfnis, den Wohnkomfort und die Gesundheit positiv.

Zusätzliche Erläuterung

Für die Bewertung des Schallschutzes ist ein über die Mindestanforderungen der DIN 4109 hinausgehender Schallschutz vorteilhaft. Die Schallschutzmaßnahmen sollten allerdings in einem angemessenen Rahmen bleiben. Es wird geprüft, ob die Anforderungen des Schallschutzes gegenüber fremden Wohn- und Arbeitsräumen eingehalten werden.
Nachträgliche Verbesserungen des Schallschutzes an bestehenden Konstruktionen sind nicht oder nur in begrenztem Umfang möglich. Daher kommt den Entscheidungen in der Projektentwicklungs- und Planungsphase die größte Bedeutung für die spätere Erfüllung des Schallschutzes zu.

TEC1.3 Tauwasserschutz der Gebäudehülle

Ziel ist es, den Energiebedarf für die Raumkonditionierung von Gebäuden zu minimieren, gleichzeitig eine hohe thermische Behaglichkeit sicherzustellen und Bauschäden zu vermeiden.

Eine gut geplante Gebäudehülle ist die Grundlage für einen hohen Nutzerkomfort und geringe Energiekosten.

Indikatoren:

1. Transmission und Diffusion über Hüllflächenbauteile
2. WärmebrückenzuschlagTransmission über Wärmebrücken
3. Luftdichtheit der Gebäudehülle
4. Sommerlicher Wärmeschutz

TEC1.4 Anpassungsfähigkeit der technischen Systeme

Ziel ist es, die Planung der technischen Systeme in einem Gebäude so zu gestalten, dass mit möglichst geringem Aufwand an wechselnde Nutzungsbedingungen bzw. an technische Neuerungen angepasst werden können.

Technische Systeme gehören zu denjenigen Komponenten eines Gebäudes, die dem schnellsten Wandel unterworfen sind; gleichzeitig üben sie wesentlichen Einfluss auf die Funktionstüchtigkeit eines Gebäudes aus. Die Anpassungsfähigkeit der technischen Systeme – insbesondere im Bereich der TGA – spielt deshalb eine wichtige Rolle für die Nachhaltigkeit eines Gebäudes.

Eine hohe Adaptionsfähigkeit der technischen Systeme (d. h. eine gute Anpassbarkeit an sich wandelnde Rahmenbedingungen) kann die Nutzerakzeptanz eines Gebäudes und seine Lebensdauer ebenso wie die im Betrieb entstehenden Kosten entscheidend beeinflussen. Ziel muss es deshalb sein, Gebäude schon heute so zu planen und zu errichten, dass zukünftige Änderungen möglichst leicht vorgenommen werden können.

Zusätzliche Erläuterung

Anpassungsfähigkeit der technischen Systeme bedeutet die Möglichkeit, die Anlagentechnik an neue Anforderungen anpassen zu können. Neue Anforderungen an die Anlagentechnik ergeben sich typischerweise aus einem Nutzerwechsel oder aus geänderten räumlichen Aufteilungen, aber auch durch technische Neuentwicklungen oder durch Änderungen der gesetzlichen Vorgaben.

Die Anpassung von technischen Systemen ist dann besonders nachhaltig, wenn der Wandel mit einem geringen Ressourceneinsatz / -verbrauch realisiert werden kann.

Ist die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) besonders gut an wechselnde Anforderungen anpassbar, so wirkt sich dies auch positiv auf die Flexibilität und Umnutzungsfähigkeit des gesamten Gebäudes aus.

TEC1.5 Reinigungs- und Instandhaltungsfreundlichkeit des Baukörpers

Umsetzung von baulichen und technischen Maßnahmen zur Reduktion der gebäudebezogenen Reinigungs- und Instandhaltungskosten.

Die Frage, wie ein Baukörper gereinigt und instandgehalten werden kann, hat eine große Auswirkung auf die Kosten und die Umweltwirkung eines Gebäudes während seiner Nutzung. Bauteile, die optimal instandgehalten werden, haben eine höhere Lebensdauer. Oberflächen, die sich leicht reinigen lassen, benötigen weniger Reinigungsmittel und verursachen geringere Reinigungskosten.

Ziel muss es deshalb sein, die Betriebsaufwendungen für Reinigung und Instandhaltung möglichst gering zu halten und gleichzeitig eine lange Lebensdauer der eingesetzten Materialien zu ermöglichen.

Zusätzliche Erläuterung

Das Kriterium bewertet ausschließlich die Nutzungsphase eines Gebäudes.
Baukörper, die planmäßig gereinigt und instandgehalten werden und bei denen die Maßnahmen zur Reinigung und Instandhaltung einfach durchgeführt werden können, werden positiv bewertet.

Indikatoren:

  1. Tragkonstruktion
  2. Nicht tragende Konstruktion – außen (inkl. Fenster und Außentüren)
  3. Nicht tragende Konstruktion – innen
TEC1.6 Rückbau- und Recyclingfreundlichkeit

Ziel des Kriteriums ist es, die Kreislaufführung der im Gebäude eingesetzten Stoffe und Materialien zur Schonung der natürlichen Ressourcen zu fördern. 

Kernelemente der Herangehensweise sind die klare Definition und Zuweisung der Produktverantwortung für eingesetzte Materialien, Bauprodukte, Systeme, etc. und das Aufzeigen planerischer Lösungswege, die sich positiv auf Rückbaubarkeit und Recyclingfähigkeit des Gebäudes auswirken.

Für den Bauherren und die Nutzer eines Gebäudes mit hoher Qualität in der Rückbau- und Recyclingfreundlichkeit sind positive Effekte sowohl in der Betriebs- als auch in der Rückbauphase des Gebäudes zu erwarten. In der Betriebsphase ist mit geringeren Kosten für Modernisierungen, Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen zu rechnen. Die langfristige Zielsetzung dieses Kriteriums, die Kenntnisse über die im Gebäude eingesetzten Materialien verlangt, erlaubt das Gebäude als späteres Rohstofflager zu verstehen und damit als Wertanlage zu planen. Eine hohe Recyclingfreundlichkeit stellt eine greifbare Nachhaltigkeitsqualität dar, da dadurch mehrere wichtige Nachhaltigkeitsdimensionen (Lebenszyklusbetrachtungen, Umweltwirkungen, Betriebskosten, etc.) positiv beeinflusst werden. 

Zusätzliche Erläuterung

Durch die hohe durchschnittliche Lebenserwartung von Bauwerken und Bauteilen werden viele der heute verbauten Stoffe erst in 50 oder 100 Jahren als Abrissmaterialien und potenzieller Müll anfallen. Der Bausektor ist daher eine Art großes anthropogen verursachtes „Zwischenlager“. Er ist damit eine wichtige Ressource für zukünftige Baustoffe und sollte keine temporäre Deponie für die Abfallmengen der Zukunft sein.

Ziel der Erhöhung von Rückbaubarkeit und Recyclingfähigkeit ist die Schonung von natürlichen Ressourcen und die Vermeidung von Abfällen, insbesondere durch die Verminderung ihrer Menge und Schädlichkeit. (vgl. KrWG § 6 ff.).

Das Kriterium betrachtet grundsätzlich das Bauwerk bzw. relevante Bauteile aus konstruktiver Sicht und aus stofflicher Sicht. Die stoffliche Ebene fokussiert das Recyclingpotential. Hier gilt es, schon in der Planung bei der Auswahl der Baustoffe recyclingfähige Materialien bevorzugt einzusetzen. Bei einem Rückbau eines Gebäudes ist es wichtig, dass Recyclingmaterial sortenrein und hochwertig gewonnen wird. Im Rahmen der konstruktiven Sichtweise ist nachzuweisen, dass die Bauteile wieder demontierbar sind. Hierbei wird nicht unterschieden ob auf der Baustelle oder im Werk. Des Weiteren sind die Anschlüsse der Bauteile an die Tragkonstruktion so auszubilden, dass diese einfach wieder ausgebaut werden können. Es sind die End-of-Life -Phase sowie evidente Umbauphasen in die Planung von Bauwerken einzubeziehen.

Dazu sind die folgenden Punkte zu beachten: 

Stoffliche Ebene:

1. Recyclingfreundliche Baustoffwahl:
Ziel ist die Rückgewinnung von nachgewiesenermaßen recyclingfähigen Materialien am Lebensende der eingesetzten Baustoffe. Dabei können Beimischungen und Beschichtungen  die Recyclingfähigkeit unter Umständen nachteilig beeinflussen.

Konstruktive Ebene:

2. Rückbaufreundliche Baukonstruktion:
Ziel ist die Planung von Demontierbarkeit von Bauteilen und Bauprodukten. 
Eine leichte Demontierbarkeit von Bauprodukten oder von ganzen Bauteilen ermöglicht eine bessere Wieder- oder Weiterverwendung von Bauteilen oder ein Recycling von Stoffen durch Verwertung auf der Baustelle oder im Werk. Überdies wird durch eine rückbaufreundliche Baukonstruktion die Reparaturfreundlichkeit während der Lebensphase des Gebäudes erhöht.

Planerische Verantwortung:
Planer sollen in einer „Demontage- und Recyclinganleitung“ frühzeitig die vorangegangenen Punkte bei der Auswahl von Baustoffen, Bauprodukten und konstruktiven Lösungen berücksichtigen. Diese Anleitung kann im Gebäudebetrieb genutzt werden und wird in Kriterium PRO1.3 im Rahmen der Prozessqualität positiv bewertet.

Produktverantwortung:
Ziel ist es, dass Hersteller oder ausführende Firmen für ihre Produkte, Bauteile oder Leistungen die Erfüllung der Anforderungen der unten definierten Indikatoren entsprechend bestätigen oder eine Rücknahmeverpflichtung abgeben. Auch als Nachweis akzeptiert werden Modelle von Herstellern, die eine zeitweise Überlassung von Produkten zur Funktionserfüllung im Gebäude vorsehen (zum Beispiel als Leasingkonzept „Product as a Service“). 

TEC3.1 Mobilitätsinfrastruktur

Ziel ist eine Gebäudeplanung, die das Mobilitätsangebot aus der Umgebung unterstützt, um so eine hohe Akzeptanz der Nutzer für die vorhandenen Verkehrsträger zu erreichen.

Mobilität ist heute ein wichtiger Standortfaktor für Gebäude. Das Vorhandensein verschiedener Verkehrsträger und deren Vernetzung im Rahmen eines effizienten Verkehrskonzepts erhöhen den Nutzungskomfort einer Infrastruktur. Die entsprechend hohe Akzeptanz und Frequentierung durch die Nutzer wirken sich positiv auf die Bewertung der Lage und damit auf die Standortentscheidung für eine Immobilie aus.

Zusätzliche Erläuterung

Mobilität beginnt nicht erst außerhalb eines Gebäudes sondern bereits innerhalb müssen adäquate Voraussetzungen geschaffen werden.
Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit tragen zur Erhöhung der Nutzungsakzeptanz bei.
Flexibilität bedeutet die Zugänglichkeit zu alternativen Verkehrsträgern wie dem Öffentlichen Verkehr, Leihsysteme oder Mitfahrgelegenheiten, aber auch die Erfüllung der unterschiedlichen individuellen Mobilitätsbedürfnisse wie zum Beispiel Nutzung von Elektrofahrzeugen durch Elektroauto, Elektromotorroller oder Elektrorad.  
Benutzerfreundlichkeit ist u. a. der Zugang zu Fahrgastinformationen und Wegeführung innerhalb eines Gebäudes, die leichte Erreichbarkeit von Schutz- bzw. Unterstellräumen für Mobilitätshilfsmittel, wie Rollatoren, Kinderwagen, Zweiräder, Stehroller (Personal Transporter) und auch der Benutzerkomfort im Gebäude durch Duschmöglichkeiten, Umkleide- und Trockenräume.

Prozessqualität Mehr

PRO1.1 Projektvorbereitung und Planung

Ziel ist es, durch einen optimierten und transparenten Planungsprozess die bestmögliche Gebäudequalität zu erreichen.

Die Anforderungen von Bauherrn an ein Gebäude und daraus resultierenden Planungsziele werden durch die Bedarfsplanung sowie das planungsbegleitende Pflichtenheft klar formuliert und ermöglichen eine konsequente Umsetzung. Eine derartige Projektvorbereitung hat unmittelbaren Einfluss auf die spätere Qualität des Gebäudes.

Eine verstärkte Öffentlichkeitsbeteiligung kann einen wichtigen Beitrag zu einer höheren Akzeptanz von Entscheidungen, einer ausgewogeneren Lösung, einer besseren Entscheidungsqualität, weniger Konflikten und mehr Identifikation der Bevölkerung mit ihrem Wohn- und Lebensumfeld leisten.

Zusätzliche Erläuterung

1. Bedarfsplanung
Die Bedarfsplanung dient der Ermittlung der Bedürfnisse, Ziele und Randbedingungen des Bauherrn und anderer wichtiger Beteiligter. Zudem können auf diese Weise all diejenigen Probleme benannt werden, deren Lösung man vom Architekten erwartet.
Die Bedarfsplanung ist nicht identisch mit der Grundlagenplanung des Architekten; sie dient vielmehr der Formulierung von Anforderungen seitens des Bauherrn zu Beginn eines Bauprojekts. Eine Bedarfsplanung geht dabei deutlich über das reine Festlegen der benötigten Flächen hinaus. Sie ist Grundlage einer zielgerichteten Planung, die die Anforderungen des Bauherrn berücksichtigt, ohne den Freiraum der Planer zu beschneiden. Sie muss daher in der Projektinitiierungsphase begonnen und spätestens mit der Leistungsphase 2 nach HOAI abgeschlossen werden. Am Ende der Bedarfsplanung steht der Bedarfsplan.

2. Information der Öffentlichkeit
Für bestimmte Bau- und Planungsvorhaben ist eine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschrieben (formelle Beteiligung). Während in diesen verpflichtenden Verfahren die Beteiligungsrechte, der Ablauf sowie der Umgang mit Ergebnissen gesetzlich geregelt ist, können in freiwilligen, informellen Verfahren diese Fragen je nach Anlass unterschiedlich gestaltet werden.

3. Pflichtenheft
Das Pflichtenheft dient dazu, die in der frühen Projektphase definierten Planungsziele auszuformulieren.
Zur besseren Zielverfolgung kann im Pflichtenheft beschrieben werden, in welcher Phase eines Projekts wesentliche Schritte zur Zielerreichung umzusetzen sind.

PRO1.3 Konzeptionierung und Optimierung in der Planung

Ziel ist es, eine Optimierung der Gebäudequalität, durch die Erarbeitung unterschiedlicher Konzepte und Variantenstudien, unter Berücksichtigung von projektspezifischen Faktoren zu erreichen.

Konzepte und Variantenstudien sind ein wesentlicher Bestandteil einer zielgerichteten Planung und tragen maßgeblich zur Verbesserung der Gebäudequalität bei. Durch die Erstellung projektspezifischer Konzepte und Variantenstudien werden Lösungswege transparent dargestellt und können für die Umsetzung als Entscheidungshilfe herangezogen werden.

Zusätzliche Erläuterung

1. Energiekonzept
Die Erstellung und Umsetzung eines Energiekonzepts dient dazu, Energie bedarfsgerecht bereitzustellen und den Verbrauch zu minimieren. Das Energiekonzept klärt sämtliche Fragen des Verbrauchs und der Bedarfsdeckung. Dabei geht es insbesondere auf passive und regenerative Energienutzung ein. Gerade energieeffiziente Gebäude eignen sich für den Einsatz alternativer Energiequellen.
Die Planung des Energiekonzepts beginnt schon in der Vorentwurfsphase mit der Definition des Gebäudetyps, der Gebäudeform und der Positionierung auf dem Grundstück und zieht sich über alle Leistungsphasen bis zur Objektbetreuung hin.

2. Tages-/Kunstlichtoptimierung
Durch die Simulation von Tages- und Kunstlicht können Energieverbrauch und visueller Komfort optimiert werden.

3. Abfallkonzept
Ziele des Abfallkonzepts sind Abfallvermeidung, -verminderung und -verwertung, unterstützt durch bauliche Anlagen. Bereits in der Planung muss ein auf die Betriebsverhältnisse angepasstes Abfallkonzept erstellt werden. Aus diesem ergeben sich bauliche Anforderungen, wie z. B. eine ausreichende Bereitstellung von Flächen für die Abfallentsorgung oder technisch aufwändige zentrale Entsorgungsanlagen.

4. Mess- und Monitoringkonzept
Ein Mess- und Monitoringkonzept trägt entscheidend zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung des Gebäudes bei.
Der umweltschonende und wirtschaftliche Betrieb technischer Anlagen in Gebäuden setzt voraus, dass die Energie- und Medienströme (Wasser, Abwasser, Abfall) messtechnisch erfasst und ausgewertet werden. Anhand von Messwertanalysen können Schwachstellen erkannt und beseitigt werden.
Ein einfaches Messkonzept dient der Abrechnung von Energie- und Wasserlieferungen sowie der Betriebsführung und Betriebsüberwachung. Das weiterführende Mess- und Monitoringkonzept sorgt zudem dafür, dass sich betriebs- und verbrauchsrelevante technische Anlagen nach Inbetriebnahme des Gebäudes überwachen lassen und dadurch eine Betriebsoptimierung erreicht wird.

5. Konzept zur Unterstützung der Umbaubarkeit, Rückbaubarkeit und Recyclingfreundlichkeit
Der Umbau und Rückbau von Gebäuden sowie das Recycling von Produkten schonen die Ressourcen und verbessern die Rohstoffproduktivität.
Die Voraussetzungen für die Umbaubarkeit, Rückbaubarkeit und Recyclingfreundlichkeit während oder am Ende der Nutzungsdauer werden bereits in der Planung geschaffen. Die jeweiligen Eigenschaften von Bauteilen und -produkten sind gezielt in die Planung zu integrieren („Design for Deconstruction“) und die Ergebnisse entsprechend zu dokumentieren.

6. Konzept zur Sicherung der Reinigungs- und Instandhaltungsfreundlichkeit
Instandhaltungs- und Reinigungskosten haben einen hohen Einfluss auf die Nutzungskosten. Durch eine entsprechende Planung der Reinigungs- und Instandhaltungsfreundlichkeit können diese Kosten deutlich reduziert, die Qualität der Nutzung und Bewirtschaftung verbessert und die Langlebigkeit von Systemen und Konstruktionen gesichert werden.
Die Reinigungs- und Instandhaltungsfreundlichkeit wird bereits in der Planungsphase beeinflusst und festgelegt.

7. Variantenvergleiche mittels einer Ökobilanz
Die Berechnung und Analyse der Umweltwirkungen zeigt, in welchen Lebenszyklusphasen des Bauwerks die höchsten Umweltbelastungen auftreten. Durch die Erarbeitung von Alternativen wird sichtbar, wie die Wirkungen durch gezielte Material- und Energieträgerauswahl beeinflussbar sind.

8. Planungsbegleitende Lebenszykluskostenplanung
In seinen Lebensphasen verursacht das Gebäude unterschiedlich hohe Kosten. Durch eine Analyse der verantwortlichen Faktoren und ihrer Auswirkungen lassen sich „Kostentreiber“ identifizieren und anschließend optimieren.

PRO1.4 Sicherung der Nachhaltigkeitsaspekte in Ausschreibung und Vergabe

Ziel ist es, dass Nachhaltigkeitsaspekte in der Ausschreibungsphase integriert werden, um sicher-zustellen, dass Entscheidungsprozesse hinsichtlich Produktwahl und -qualität bzw. die Auswahl von entsprechenden Unternehmen nicht ausschließlich von ökonomischen Gesichtspunkten beeinflusst werden.

Die Integration von Nachhaltigkeitsaspekte in die Ausschreibung erhöht die Gebäudequalität. Durch die Integration von Nachhaltigkeitsaspekte in die Ausschreibung, werden Entscheidungen über die Produktqualität nicht mehr ausschließlich aus ökonomischen Gesichtspunkten getroffen.

Zusätzliche Erläuterung

Um bereits vor der Vergabe sicherzustellen, dass verwendete Bauprodukte die gewünschten Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, müssen entsprechende Nachhaltigkeitsaspekte bereits in den Ausschreibungstexten formuliert werden. Bei der Vergabe wird die Einhaltung dieser Aspekte  im Rahmen der Zuverlässigkeits- und Eignungsprüfung, der Leistungsbeschreibung und der Festlegung von Zuschlagskriterien berücksichtigt. Der Anbieter hat durch entsprechende Prüfungen nachzuweisen, dass die Kriterien eingehalten werden.

 

PRO1.5 Voraussetzung für eine optimale Nutzung und Bewirtschaftung

Ziel ist es, während der Planungs- und Bauphase die Voraussetzungen für eine optimale Nutzung und Bewirtschaftung im späteren Betrieb des Gebäudes zu schaffen.

Eine vollständige Dokumentation der gebäudebezogenen Wartungs-, Inspektions-, Betriebs- und Pflegeanleitungen leistet einen wichtigen Beitrag zu einem effizienten Betrieb des Gebäudes.
Handlungsempfehlungen zur Nutzung des Gebäudes, z. B. in Form von Nutzer- oder Mieterhandbüchern und Leitfäden, geben wichtige Informationen zum Gebäude zielgerichtet weiter und unterstützen somit einen effizienten Betrieb des Gebäudes.

Zusätzliche Erläuterung

1. Einflussnahme auf den nutzer- und nutzungsbedingten Energieaufwand
Der Energiebedarf für die nutzerseitige Ausstattung (wie z. B. EDV-Geräte, IT-Technik und Küchentechnik) in den bautechnischen Anforderungen ist vom Gesetzgeber nicht reguliert. Da dieser Bedarf einen großen Anteil am Gesamtenergiebedarf eines Gebäudes ausmacht und sich zudem Wechselwirkungen mit der Gebäudekonzeption und -technik ergeben können, müssen die Einflüsse schon in der Planung berücksichtigt werden.

2. Erstellung von Wartungs-, Inspektions-, Betriebs- und Pflegeanleitungen
Eine vollständige Dokumentation der gebäudebezogenen Wartungs-, Inspektions-, Betriebs- und Pflegeanleitungen leistet einen wichtigen Beitrag zu einem effizienten Betrieb des Gebäudes und beeinflusst die Lebenszykluskosten positiv.

Die meisten Bauteile eines Gebäudes müssen regelmäßig gewartet und gepflegt werden. Der Aufwand hierbei hängt vom jeweiligen Bauteil ab und ist in festgelegten Intervallen von unterschiedlichen Akteuren durchzuführen. Dabei ist für den geordneten Gebäudebetrieb eine genaue, auf den jeweiligen Akteur bezogene Beschreibung dieser Wartungs-, Inspektions-, Betriebs- und Pflegeanleitungen notwendig. Wichtig ist dabei, dass diese Unterlagen entsprechend sorgfältig erstellt und archiviert werden.

3. Anpassung der Pläne, Nachweise und Berechnungen an das realisierte Gebäude
Detaillierte, aktualisierte Planungsunterlagen und Berechnungen dienen dazu, den in der Planung angestrebten Sollzustand zu bestätigen. Zudem sind sie eine wichtige Grundlage für Modernisierungs-, Revitalisierungs- oder Renovierungsarbeiten in einer späteren Lebenszyklusphase und sind daher auf einem aktuellen Stand zu halten. Für ein effizientes Facility Management ist es erforderlich, dass Unterlagen und Pläne in einer übersichtlich gegliederten und einheitlich aufgebauten Struktur vorliegen, damit sich ein unabhängiger Dritter in der Dokumentation zurechtfinden kann.

4. Erstellung eines Nutzerhandbuches
Das Nutzerhandbuch stellt dem Nutzer des Gebäudes verschiedene, für seinen Bereich relevante Informationen zur Verfügung.

Zweck eines Nutzerhandbuchs ist u. a. die Erläuterung der technischen Zusammenhänge der Gebäudetechnik sowie der Besonderheiten einzelner Bauteile und Komponenten. Das können z. B. Fenster oder Klimatechnik sein. Zudem gibt das Nutzerhandbuch Hinweise für die nachhaltige Nutzung des Gebäudes. So sollen für den Nutzer Hinweise enthalten sein, wie er beispielsweise den Stromverbrauch verringern kann.

5. Erstellung eines Nachhaltigkeitsleitfadens für Hotelgäste
Zweck des Leitfadens ist es, Hotelgästen Empfehlungen zu geben, wie sie zur Nachhaltigkeit des Gebäudes beitragen können. Der Leitfaden enthält z. B. Richtlinien zum Umgang mit Wasser und Strom, oder zur Reinigung von Zimmern und Wäsche.

6. Erstellung und Übergabe eines Mieterhandbuches bei vermieteten Einheiten
Zweck des Mieterhandbuches ist es, dem Mieter einen Leitfaden an die Hand zu geben, wie er zur Nachhaltigkeit des Gebäudes beitragen kann. Das Mieterhandbuch enthält z. B. Materialempfehlungen für den Ausbau und erläutert wichtige Inhalte der Gebäudetechnik.

PRO1.6 Verfahren zur städtebaulichen und gestalterischen Konzeption

Ziel ist es durch Wettbewerbe eine optimale Lösung für die architektonischen und baulich-konstruktiven Aufgaben zu fördern.

Ein Architektenwettbewerb  leistet einen wertvollen Beitrag zur Sicherung der Qualität des Projekts, insbesondere bei besonderer Beachtung einer integrativen und interdisziplinären Verfahrensweise durch entsprechende Teilnahmebedingungen sowie der Zusammensetzung des Preisgerichts.

Planungswettbewerbe ermöglichen es dem Auftraggeber, in einem klar strukturierten, transparenten Verfahren den geeigneten Auftragnehmer und den für die jeweilige Entwurfsaufgabe optimalen Entwurf zu finden. Die Konkurrenz durch einen Architektenwettbewerb fördert die Qualität der Entwürfe und ermöglicht dem Bauherrn aus der Vielfalt an Lösungen die Bestmögliche auszuwählen. Architektenwettbewerbe führen zu einer höheren Qualität des Entwurfs und sichern dadurch die baukulturelle Vielfalt.

Zusätzliche Erläuterung

Bauwerke stehen in einer Wechselwirkung mit benachbarten Gebäuden und seinen Nutzern. Sie können einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von attraktiven Lebensräumen leisten. Durch eine gezielte Planung und Steuerung der Bebauung können attraktive Lebensräume für Menschen aber auch für die Flora und Fauna geschaffen werden. Dies umfasst sowohl die Konzeption eines Gebäudes unter Einbeziehung der Umgebungs- als auch der Infrastrukturplanung.
Um attraktive Lebensräume zu gewährleisten, bedarf es einer sorgfältigen Planung der inneren und äußeren Gestaltung des Bauwerks, der technischen Ausrüstung, der infrastrukturellen Anbindung und der Freianlagen.
Wettbewerbe fördern die Kreativität und Innovation und ermöglichen die Entwicklung von alternativen Lösungen; sie sind gleichzeitig auch effiziente Verfahren zur Optimierung von Qualität und Wirtschaftlichkeit. Um die Qualität der Preisträgerarbeiten entwurfsnah zu realisieren, sollte das Wettbewerbsteam Teil des integralen Planungsteams sein und den Planungs-und Ausführungsprozess des Projekts über möglichst viele Leistungsphasen begleiten. In Deutschland werden Planungswettbewerbe nach einheitlichen Regeln (RPW 2013, RAW, GRW, UIA Regeln, UNSECO Empfehlungen) durchgeführt.

PRO2.1 Baustelle/Bauprozess

Ziel ist es, die Prozesse auf der Baustelle so zu gestalten, dass Einflüsse auf die lokale Umwelt minimiert werden und die Vermeidung von Abfällen sowie das hochwertige Recycling von Baureststoffen gefördert wird.

Baustellen und Bauprozesse belasten die lokale Umwelt durch Lärm, Staub und Schmutz sowie durch Abfälle. Daher gilt es, das hochwertige Recycling von Bauabfällen als Beitrag zur Vermeidung von Abfällen und zur Schließung der Stoffkreisläufe zu fördern. Insbesondere die Minimierung von Mischabfällen ist dabei von großer Bedeutung.
Durch die Vermeidung von Abfällen und die Reduktion von Mischabfällen können die Entsorgungskosten verringert werden. Die allgemeine Minimierung der Einflüsse auf die lokale Umwelt durch Staub und Lärm fördert die Gesundheit sowie die grundsätzliche Akzeptanz aller, die unmittelbar durch die Baustelle betroffen sind.

Zusätzliche Erläuterung

1. Abfallarme Baustelle
Wenn Gebäude errichtet, saniert, umgebaut oder abgebrochen werden, fallen Bauschutt, Bodenaushub, Materialreste, Verpackungen, Altholz usw. an. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) schreibt für die Bauplanung und -ausführung vor, dass diese Abfälle grundsätzlich vermieden bzw. wiederverwertet werden sollen. Nicht vermeidbare und nicht verwertbare Abfälle müssen umweltverträglich beseitigt werden. Ziel ist die Fraktionierung der Reststoffe auf der Baustelle als Voraussetzung für ein späteres hochwertiges Recycling. Die Fraktionierung vermeidet Mischabfälle und ist damit derzeit die wirtschaftlichste und umweltverträglichste – also nachhaltigste – Lösung für unvermeidbare Reststoffe.

2. Lärmarme Baustelle
Lärm hat einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität von Mensch und Tier. Permanente Lärmeinwirkung kann zur Überreizung des Nervensystems und damit zu Gesundheitsschäden führen. In dicht bebauten Gebieten mit hohem Infrastrukturstandard ist Baulärm nach Verkehrslärm die bedeutendste Lärmquelle. Nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz soll jede Baustelle so geplant, eingerichtet und betrieben werden, dass der Baulärm den allgemeinen Geräuschpegel der Umgebung nicht übersteigt oder durch geeignete Maßnahmen reduziert wird.

3. Staubarme Baustelle
Als „Staub“ werden feststoffliche Schwebeteilchen in Gasen oder Luft bzw. deren Ablagerung bezeichnet. Staub entsteht auf Baustellen in der Regel bei der Be- und Verarbeitung von Baustoffen durch eine Vielzahl unterschiedlicher Tätigkeiten. Je nach stofflicher Zusammensetzung der Staubpartikel und Korngröße des Staubes kann es beim Einatmen bzw. der Aufnahme durch die Schleimhäute zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen bis hin zu gravierenden (Folge-)Schäden kommen.

Maßnahmen zur Staubvermeidung schützen daher alle Personen, die auf einer Baustelle arbeiten oder dort angrenzend leben und arbeiten. Außerdem soll die Umwelt vor stoffbedingten Schädigungen geschützt werden.

4. Boden- und Grundwasserschutz auf der Baustelle
Der Boden und das Grundwasser sind vor schädlichen Stoffeinträgen und mechanischen Einflüssen zu schützen.

Chemische Einwirkungen ergeben sich unter üblichen Baustellenbedingungen aus Arbeitsvorgängen, durch die gasförmige, flüssige und feste Stoffe in Boden und Grundwasser gelangen können. Ziel muss es daher sein, den vorhandenen Boden vor chemischen und mechanischen Einwirkungen durch die Baumaßnahme zu schützen und diesen nach Beendigung möglichst in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen. Dabei sind gewachsene Bodenschichten besonders zu schützen.

PRO2.2 Qualitätssicherung der Bauausführung

Ziel ist es, durch eine umfassende Gebäudedokumentation und durch Qualitätskontrollen während der Bauphase Mängel so weit wie möglich auszuschließen sowie die in den einzelnen Bereichen erzielte Qualität zu dokumentieren.

Eine lückenlose Dokumentation der Bauausführung mit begleitenden Qualitätskontrollen legt offen, inwiefern die Planung und die Umsetzung eines Gebäudes tatsächlich übereinstimmen. Zudem ist sie die Basis dafür, dass spätere Instandhaltungs-, Umbau- und Rückbaumaßnahmen wirtschaftlich und unter ökologischen bestmöglichen Bedingungen stattfinden können.

Zusätzliche Erläuterung

Bei der Dokumentation einer Neubau-Planung wird die Baukonstruktion betrachtet. Bei der Objektdokumentation während der Bauausführung stehen hingegen die Ausbauten und die Gebäudeausstattung im Vordergrund.

1. Dokumentation der verwendeten Materialien, Hilfsstoffe und der Sicherheitsdatenblätter
Die Dokumentation der verwendeten/eingebauten Materialien und Hilfsstoffe dient ebenso wie die systematische Sammlung und Zusammenstellung von Sicherheitsdatenblättern dazu, eine präzise Beschreibung wichtiger Gebäudedaten zu liefern. Eine solche Dokumentation trägt wesentlich dazu bei, Umbau- und Rückbaumaßnahmen zu vereinfachen.
Sicherheitsdatenblätter enthalten Informationen über die verwendeten Produkte in Hinblick auf mögliche Gefährdungen durch diese Produkte und auf ihre sichere Handhabung. Sicherheitsdatenblätter enthalten darüber hinaus Informationen zu erforderlichen Präventionsmaßnahmen und zu Maßnahmen im Gefahrenfall. Die Blätter sind von einer vorher festgelegten Einrichtung (zum Beispiel einem externen Dienstleistungsunternehmen) zu sammeln. EU-Richtlinien definieren die Sicherheitsdatenblätter.

2. Messungen zur Qualitätskontrolle
In der Praxis besteht oft das Problem, dass zwar hohe Standards angesetzt werden, die Ausführung zum Teil aber mangelhaft ist. Deshalb sind umfassende Qualitätskontrollen am Gebäude empfehlenswert. Messverfahren zur Qualitätskontrolle tragen entscheidend dazu bei, das Erreichen der in der Planung angestrebten Zielwerte zu kontrollieren und zu dokumentieren.

PRO2.3 Geordnete Inbetriebnahme

Ziel ist es, fertig gestellte Gebäude nach einem definierten Prozess mit entsprechender Dokumentation in Betrieb zu nehmen, um einen sachgemäßen, wirtschaftlich effizienten Betrieb zu gewährleisten.

Die geordnete Inbetriebnahme eines Gebäudes trägt entscheidend zu einer langfristig und effizient funktionierenden Gebäudetechnik bei. Damit legt sie den Grundstein für einen reibungslosen, kostenoptimierten Betrieb.

Zusätzliche Erläuterung

Bei einer geordneten Inbetriebnahme werden die einzelnen Komponenten der gebäudetechnischen Anlage nach der Abnahme aufeinander abgestimmt und einreguliert. Im Rahmen einer Betriebsoptimierung sollte die Anlage nach einer ersten Laufzeit von 10 bis 14 Monaten noch einmal nachjustiert werden.
Die geordnete Inbetriebnahme bedarf eines Konzepts zur Einregulierung und Nachjustierung. Da es sich bei diesem Konzept nicht um eine Standardleistung nach HOAI handelt, muss sie vertraglich festgehalten werden. Sie ist von einem Fachbetrieb auszuführen und zu dokumentieren. Die Dokumentation muss neben dem Nachweis der Einregulierung auch Angaben zu wesentlichen Voreinstellungen der Anlage enthalten, damit unsachgemäße Änderungen durch den Nutzer rückgängig gemacht werden können.

Standortqualität Mehr

SITE1.1 Mikrostandort

Gebäude sind vielfältigen Umwelteinflüssen ausgesetzt. In der Regel werden diese Umweltwirkungen auf das Gebäude in den gesetzlichen Vorschriften angemessen berücksichtigt. Lasten, die aus der Umgebung auf den Standort wirken, können sich auf Gesundheit und Wohlbefinden der Nutzer negativ auswirken und haben starken Einfluss auf Zustand und Wert eines Gebäudes.

Natürliche Gefahren ergeben sich aus den geographischen Gegebenheiten des Standortes. Ihre Intensität und Frequenz sind in der Regel nicht beeinflussbar und schwer vorhersehbar. Die Methodik berücksichtigt die jeweilige Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. die mögliche Schwere der Wirkung.

Belastungen aus der Umgebung sind in der Regel durch bauliche Maßnahmen eingrenzbar, wirken aber unmittelbar auf die Freiflächen und sind zu berücksichtigen.

Indikatoren:

  1. Erdbeben
  2. Sturm
  3. Hochwasser
  4. Außenluft
  5. Außenlärm
  6. Bodenverhältnisse
  7. Elektromagnetische Felder
  8. Radon
  9. Lawinen
SITE1.2 Image und Zustand von Standort und Quartier

Das Image eines Standorts ist zum einen nutzungsabhängig, hat zum anderen aber auch selbst Einfluss auf die spätere Nutzung. Ein industriell geprägtes Image zum Beispiel kann sich positiv auf gewerbliche Nutzungen, jedoch negativ auf Wohnnutzungen auswirken. Das Image eines Standorts trägt wesentlich dazu bei, dass das Gebäude von seinen Nutzern und Besuchern angenommen wird. Ein schlechtes Image kann zu Leerstand und einem vorzeitigen Abriss des Gebäudes führen. Insbesondere für die ökonomische und soziale Qualität eines Standorts ist es deshalb entscheidend, dass dieser nicht nur funktionalen Anforderungen genügt, sondern auch ein positives Image vermittelt.

Das Quartier und seine Umgebung sind bezüglich Image und Zustand zu charakterisieren. Dies geschieht anhand eines unabhängigen Gutachtens durch einen entsprechend qualifizierten Sachverständigen. Solche Gutachten werden im Rahmen einer Neubaumaßnahme oder Sanierung häufig ohnehin erstellt. Sollte dies nicht der Fall sein, ist ein Gutachten zu beauftragen. Das Gutachten braucht nur eine Standort- und Marktanalyse zu liefern; eine quantifizierende Bewertung (Wertermittlung im engeren Sinne) ist nicht erforderlich.

SITE1.3 Verkehrsanbindung

Die Anbindung eines Gebäudes an verschiedene Verkehrsmittel ist ein wichtiges Kriterium für die Qualität des Standorts. Beurteilt werden erforderliche Wegstrecken und Fahrzeiten sowie die Erreichbarkeit des jeweiligen Verkehrsmittels. Dazu werden die tatsächlichen Wegstrecken und durchschnittlichen Geh- oder Fahrminuten beschrieben und gemessen.

Je nach Nutzung der Immobilie werden die einzelnen Verkehrsmittel unterschiedlich betrachtet. Für viele Nutzungen ist die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr von besonders hoher Bedeutung. Einzelhandelsimmobilien sind in der Regel auf die Belie- ferung mit dem motorisierten Güterverkehr angewiesen. Logistikimmobilien benötigen eine besonders gute Anbindung an die Infrastruktur, d. h. (je nach Branche) den Straßenverkehr (Autobahn) oder weitere Verkehrsträger wie Schiene, Schifffahrt oder Luftfahrt. Wo immer möglich und sinnvoll, werden der öffentliche Personennahverkehr und das Fahrradfahren gegenüber anderen Verkehrsmitteln bevorzugt bewertet.

Indikatoren:

  1. Erreichbarkeit der nächstgelegenen Haltestelle des ÖPNV (Bus, Bahn, Tram, etc.)
  2. Erschließung des Standorts durch Radwege
  3. Qualität des Straßenanschlusses
  4. Anbindung an alternative/nachhaltige Verkehrssysteme: Schiene /Güterbahnhof, Wasserstraße /Hafen, Luft/Flughafen
  5. Transport-/Verkehrskonzept
  6. Parkkonzept
SITE1.4 Nähe zu nutzungsrelevanten Objekten und Einrichtungen

Ein Standort lässt sich nur gemeinsam mit seinem Umfeld und den Nutzungsmöglichkeiten in der Umgebung bewerten.

Vom Standort direkt ausgehend werden einzeln Einrichtungen abgefragt, die dem Nutzungsprofil des betrachteten Gebäudes entsprechen. Dies ist beispielsweise mit einem Routenplaner im Internet möglich oder anhand von Stadtplänen/Kartenauszügen mit Entfernungsangabe in Metern und / oder Maßstab.

Grundsätzlich werden folgende Nutzungen in der Nähe des Standorts abgefragt:

  1. Gastronomie
  2. Nahversorgung
  3. Parkanlagen und Freiräume
  4. Bildung
  5. öffentliche Verwaltung
  6. medizinische Versorgung
  7. Sportstätten
  8. Freizeit
  9. sonstige Dienstleister
  10. Mittelzentren

Die Relevanz der Einrichtungen ist abhängig von der Nutzung des Gebäudes und unterscheidet sich in „komplementär erforderliche“ oder „wünschenswerte“ Ergänzung zu dem betrachteten Gebäude.


Wo findet man alle Kriterien?

  • Als DGNB Auditor, Consultant und Mitglied finden Sie alle Kriterien von allen Nutzungsprofilen im internen Bereich zum Herunterladen.
  • Als Interessent können Sie alle Kriterien der Nutzungsprofile in der Marktversion anfragen.
    Hier geht es zum Formular
  • Die Kriterienübersicht für Neubau Büro- und Verwaltungsgebäude, Version 2015 (15.05.15) finden Sie hier.