Industriestandorte

Industriestandorte (IS)

Auch Industriestandorte geraten verstärkt ins Blickfeld der Nachhaltigkeitsdebatte und in den Fokus kommunaler Strategien einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Nicht ohne Grund, denn im Jahr 2012 waren im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland rund 5,2 Millionen Mitarbeiter in rund 22.000  Unternehmen beschäftigt. Mehr erfahren

Mit dem Nutzungsprofil Industriestandorte sollen Standorte mit überwiegend industrieller Güterproduktion zertifiziert werden, die sich unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten von bisherigen Entwicklungen abgrenzen. Konzepte zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und zur Kinderbetreuung sowie Einkaufsmöglichkeiten für die Mitarbeiter sind ebenso relevant wie etwa die Themen Ökobilanz und Energietechnik. Die Bildung von Synergien und geschlossenen Kreisläufen zwischen der Industrie und den umgebenden Quartieren ist ein weiteres wichtiges Handlungsfeld nachhaltiger Standortplanung. Das Industriestandortprofil ergänzt die Gebäudeprofile entsprechend der DGNB Grundsätze.

Neben der Qualität und des Ressourcenbedarfs der Gebäude, werden bei dem Nutzungsprofil auch die Freiflächen, Infrastrukturen und die Umgebung berücksichtigt. Denn diese Faktoren beeinflussen maßgeblich die Qualität und die Leistungsfähigkeit eines Industriestandortes und definieren den Rahmen für eine nachhaltige Entwicklung und Nutzung. Die Gebäude selbst werden überwiegend mit Basiswerten in der Bewertung berücksichtigt und müssen für eine Standortzertifizierung nicht zusätzlich zertifiziert werden. Des Weiteren werden in diesem Nutzungsprofil auch Planungs- und Produktionsprozesse berücksichtigt. Hierzu zählen beispielsweise Konzepte für den Umgang mit Energie, Wasser oder Abfall.

Unter dem Begriff Industriestandorte werden Industriegebiete (GI) sowie Gewerbegebiete (GE) ohne Wohneinheiten zusammengefasst. Eine Zertifizierung ist sowohl für bestehende, neu geplante Industriestandorte (oder eine Kombination aus beiden) möglich.
 

Warum sollen Kommunen und Investoren ihre Quartiere nachhaltig planen?

  • Transparente und unabhängige Qualitätsauszeichnung
  • Internationale Anwendbarkeit und Vergleichbarkeit
  • Planungssicherheit und klare Zieldefinition von Anfang an
  • Risikominimierung
  • Erhöhte Marktchancen bei steigender Nachfrage
  • Dokumentation für CSR-Berichte
  • Zukunftsfähige Gebäude und Quartiere

Wie funktioniert die Zertifizierung von Industriestandorten?


Zertifizierungsvoraussetzungen für Industriestandorte

  1. Die Mindestgröße eines Industriestandortes beträgt 2 Hektar Bruttobauland (BBL).
  2. Es handelt sich um einen überwiegend industriell genutzten Standort.
  3. Es gibt eine natürliche oder juristische Person, die flächenverantwortlich für den Standort ist.

Mehr Informationen zur Zertifizierung von Quartieren

Status: Erstanwendungsphase mit Kriterienentwicklung Das Ziel der Erstanwendungsphase mit Kriterienentwicklung ist es zu prüfen, welche bestehenden DGNB Kriterien angepasst bzw. neu entwickelt werden müssen. Die Kriterien werden somit nicht im Vorfeld von Arbeitsgruppen entwickelt, sondern in Zusammenarbeit mit dem Bauherrn und Auditor während der Erstanwendungsphase erarbeitet.

zur Gebührenordnung


Anmeldung
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Die Anmeldung zur "Erstanwendungsphase mit Kriterienentwicklung" ist ab sofort hier möglich. Für die Erstanwendungsphase gewährt die DGNB einen Rabatt von 20% auf die Zertifizierungsgebühren.

Zur Projektanmeldung

 

Pressemeldungen zu DGNB zertifizierten Industriestandorten

Pressemitteilung: Nachhaltigkeitszertifikate für Industriestandorte

Pressemitteilung: Volkswagen Motorenwerk Chemnitz

Pressemitteilung: EvoBus Logistik-Cente4, Neu-Ulm

Geschäftsbericht, Seite 94: Porsche Werk 4, Stuttgart-Zuffenhausen